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Analyse zum Verhältnis EU-TürkeiErdogan marschiert wie ein osmanischer Militärmusiker

Ungewöhnliche Sitzordnung beim Türkei-Besuch: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel und Gastgeber Recep Tayyip Erdogan. Rechts im Bild Aussenminister Mevlüt Cavusoglu.
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Zahnlose Sanktionsandrohungen

Die Gefängnisse sind überfüllt

40 Kommentare
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    Martin Frey

    Kalte Interessenspolitik, oder auch genannt: Appeasement. Wenn es darum geht, Despoten damit gnädig zu stimmen, hat das früher schon nicht funktioniert, und wird auch zukünftig nicht funktionieren. Die Stärke Erdogans basiert einzig und allein auf der Schwäche seiner Europäischen Gegenüber. Der einzige mit Rückgrat, Macht und Haltung, Macron, ist demzufolge logischerweise mit Erdogan in inniger Abneigung vereint.

    Schlimm ist einzig, dass Europa nichts daraus lernt. Leute wie Erdogan verstehen nur eine Sprache, und wenn Europa geeint und bestimmt auftreten würde, hätte es viel mehr Handlungsmöglichkeiten. Aber mutlose Duckmäuser werden das auch in 10 Jahren noch sein. Und da sie mutlose Duckmäuser sind, finden sie eben auch nicht viel dabei, derart öffentlich gedemütigt zu werden wie soeben im Rahmen des Sofagates.

    Die Geschichte wiederholt sich immer. Und die einzige Lehre aus der Geschichte die gegeben ist lautet, dass die Leute typischerweise eben nicht nachhaltig aus der Geschichte lernen.