Zum Hauptinhalt springen

Einsturz in NeapelErdloch vor Spital verschlingt Autos

In der Stadt am Vesuv hat sich auf einem Parkplatz ein Loch von 20 Meter tiefe aufgetan. Die Ursache ist noch unklar.

Aus der Vogelperspektive: Das klaffende Erdloch vor dem Ospedale del Mare in Neapel am 8. Januar.
Aus der Vogelperspektive: Das klaffende Erdloch vor dem Ospedale del Mare in Neapel am 8. Januar.
Foto:Ciro Fusco (AFP)

Nach dem Einsturz einer Parkplatzfläche auf einem Spitalgelände in der süditalienischen Stadt Neapel hat die Feuerwehr am Freitag nach Verletzten gesucht. Am frühen Morgen war ein Teil des Parkplatzes eingebrochen und hatte mehrere Fahrzeuge in die Tiefe gerissen.

Aus dem rund 20 Meter tiefen Schlund stieg anfangs Rauch auf, wie Bilder der Feuerwehr zeigten. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde von Neapel war die Stromversorgung im Spital unterbrochen. Generatoren würden jedoch den Betrieb aufrechterhalten. Ein Gebäude, in dem unter anderem Covid-19-Patienten ihre Quarantänezeit verbrachten, wurde geräumt, da die Strom- und Warmwasserzufuhr nicht garantiert werden konnte.

Laute Explosion vor Einsturz

Rettungskräfte seilten sich in das tiefe Loch ab und liessen Spürhunde nach Verletzten suchen. Man geht mittlerweile aber von keinen Verletzten aus. Laut Medienberichten und Aussagen von Politikern hatte es vor dem Einsturz des Parkplatzes eine Explosion gegeben. Man sichere den Bereich ab, um einen weiteren Einsturz zu verhindern, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa einen Feuerwehr-Kommandanten.

«Jetzt müssen wir geologische Untersuchungen machen und sehen, wie es um andere Teile des Gebiets steht», sagte der Regionalpräsident Kampaniens, dessen Hauptstadt Neapel ist, laut Ansa. Italiens Landwirtschaftsministerin Teresa Bellanova bezeichnete es als «unbegreiflich», dass sich ein solches Erdloch in der Nähe einer öffentlichen Einrichtung auftun könne.

SDA/lif