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Erinnerungskultur in DänemarkEr starb im KZ, doch den Gedenkstein wollten sie ihm nicht geben

Gemeinsam mit seiner Frau Magna und seinem Sohn Steen wurde er 1943 nach Theresienstadt deportiert: Der dänische Jude Axel Mogens Metz.
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Er hat Aufregung ausgelöst in der dänischen Stadt Fünen: Gedenkstein für Axel Mogens Metz.

Mehr als 7000 Juden wurden gerettet

«Wir brauchen die Erinnerung heute mehr denn je», sagt Steen Metz, hier als Kind.

«Wir können uns doch nicht nur an die netten Dinge erinnern. Wir hatten Widerstandskämpfer und Kollaborateure, beide, hier in diesem Block.»

Kirsten Bach, Anwohnerin und Historikerin
Endlich ist es soweit: Künstler Gunter Demnig legt den Gedenkstein ins Trottoir.
 «Ich kann mir keinen besseren Weg vorstellen, meinen Vater zu ehren»: Steen Metz heute.
5 Kommentare
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    Sacha Meier

    Gedenksteine für Opfer sind nun einmal auch ein Stein gewordene Mahnmale an die Adresse von Behörden und Regierungen, die versagt haben. Ist übrigens bei uns nicht anders. Selbst Anna Göldi, die am 24. Juni 1782 in Glarus wegen Hexerei hingerichtet wurde, wurde erst nach mehreren erfolglosen Anläufen, die bis hin zur nachträglichen Tatbestandssubstitution eines Giftmordes reichten, erst am 27. August 2008 durch den Glarner Landrat rehabilitiert. Wegen befürchteter Kostenfolgen an die Nachfahren. Einen Gedenkstein hat Frau Göldi bis heute nicht erhalten - wie jeder unschuldig verurteilte, lebenslänglich weggesperrte, oder hingerichtete Straftäter auch. Die Justiz will ja ihre Fehlurteile nicht auch noch zur Schau tragen. Selbst die Nichtrehabilitierung des verurteilten Schweizer Judenretters Paul Grüninger wurde lange Zeit mit dem rechtskräftigen Urteil begründet. Erst auf Druck von Seitens Israels und Deutschlands hob das Bezirksgericht St. Gallen das Urteil in der Sache Paul Grüninger widerwillig auf und sprach ihn 1995 frei - 23 Jahre nach seinem Tod. Heute haben sich die Zeiten wieder geändert. In Deutschland gilt inoffiziell die Maxime, dass man unschuldig Verurteilte und langjährig inhaftierte Straftäter oftmals gar nie mehr freilassen könne, weil diese sonst Rache an der Organen der Rechtspflege nehmen könnten. Auch Adam Quadroni, der das Engadiner Baukartell in die Luft jagte, entging nur knapp einer Verwahrung wegen latenter Gefahr eines erweiterten Suizdes.