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Schubert-CDs im VergleichEr bringt morbiden Grabgesang mit hellen Flötenklängen zusammen

Jüngst sind zwei Neueinspielungen von Schuberts Sinfonien Nr. 2 und 3 erschienen. Mit dabei: Dirigent Heinz Holliger und das Kammerorchester Basel. Welche Aufnahme überzeugt mehr?

Der Schweizer Komponist, Dirigent und Oboist Heinz Holliger (81) ist vielseitig aktiv.  Hier zu sehen im Orchestergraben des Zürcher Opernhauses.
Der Schweizer Komponist, Dirigent und Oboist Heinz Holliger (81) ist vielseitig aktiv. Hier zu sehen im Orchestergraben des Zürcher Opernhauses.
Foto: Reto Oeschger

Die frühen Sinfonien von Franz Schubert, die oft genug im Schatten der grossen C-Dur-Sinfonie und der «Unvollendeten» stehen, erlebten 2020 eine Blüte. So sind Ende letzten Jahres fast zeitgleich zwei hochwertige Aufnahmen der Sinfonien Nr. 2 und 3 erschienen: Der Barockspezialist René Jacobs hat die beiden frühromantischen Werke mit dem Originalklang-Ensemble B’Rock Orchestra eingespielt, der Dirigent Heinz Holliger ebenfalls, im Rahmen seines Schubert-Zyklus mit dem Kammerorchester Basel. Beide setzen sie auf ein schlankes Klangbild, auf die Klangfarben historischer Instrumente und rhythmische Ausdifferenzierung – und kommen doch zu völlig anderen Ergebnissen.

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