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Schluss mit Holocaust-LügenEr brachte Facebook zur Einsicht

Roman Haller, Chef der jüdischen Claims Conference, konnte Mark Zuckerberg davon überzeugen, Holocaust-Leugner aus dem sozialen Netzwerk zu verbannen.

Ein Überlebender des Holocaust: Roman Haller (links) mit dem Manager Thomas Middelhoff auf einer Aufnahme von 2007.
Ein Überlebender des Holocaust: Roman Haller (links) mit dem Manager Thomas Middelhoff auf einer Aufnahme von 2007.
Foto: Ina Fassbender (Reuters)

Sein Appell und das Video über sein Leben dauern genau eine Minute und 19 Sekunden: «Mister Zuckerberg, mein Name ist Roman Haller. Meine Eltern überlebten die Schoah zusammen mit zwölf anderen Juden in einem Versteck in den Wäldern in der heutigen Ukraine. Dort wurde ich am Ende des Krieges geboren.» In nüchternem Ton erzählt Roman Haller, dass die Gruppe kurz vor seiner Geburt diskutiert habe, ob er nicht erdrosselt werden sollte. Denn ein weinendes Baby stellte in einem Versteck eine Gefahr dar. «Man tat es Gott sei Dank nicht.»

Botschaften wie die von Haller waren es, die Facebook zu einer Änderung der Unternehmenspolitik veranlassten. Inhalte, die den Holocaust leugnen oder verharmlosen, werden jetzt verboten. Die Richtlinien für Hassreden würden ergänzt, teilte Facebook mit. Twitter zog nach und will nun ebenfalls gegen Holocaust-Leugnung vorgehen.

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