Enttarnter Navy Seal tritt im TV auf
Eigentlich wollte Matt Bissonnette anonym bleiben. Doch die US-Medien identifizierten ihn rasch als Autor des Buches über den Tod von Osama Bin Laden. Nun hat der Ex-Soldat seine Geschichte im Fernsehen erzählt.
Der Autor eines umstrittenen Buches über die Tötung von al-Qaida-Chef Osama Bin Laden durch die US-Eliteeinheit Navy Seals hat in einem Interview weitere Details des Einsatzes enthüllt. Der frühere Soldat trat am Sonntagabend (Ortszeit) im US-Sender CBS auf.
Dabei erzählte der Ex-Soldat, der nach eigenen Angaben bei der nächtlichen Mission im Mai 2011 in Pakistan dabei war, dass die Navy Seals im ersten Moment nicht sicher gewesen seien, bin Laden getötet zu haben.
Haus durchkämmt
«Für uns hätte das in diesem Moment irgendjemand sein können», sagte der Ex-Soldat, der das Buch «No Easy Day» (Kein leichter Tag) unter dem Pseudonym Mark Owen geschrieben hat. «Vielleicht war das ein anderer Bruder, vielleicht ist das ein Bodyguard.»
Wichtig sei gewesen, zuerst das Haus zu durchkämmen, sagte Owen, den US-Medien als Matt Bissonnette identifiziert haben. Dabei seien die Navy Seals nicht wie in Hollywood-Filmen laut schreiend durch das Anwesen gestürmt. Der Einsatz sei «leise und ruhig» verlaufen.
Rechtliche Schritte
Das Buch sorgt für Aufsehen, weil der Ex-Soldat in seiner Darstellung der Bin-Laden-Tötung in einigen Punkten von der offiziellen Version der US-Regierung abweicht.
So hätten die Navy Seals den al-Qaida-Chef nicht in dessen Schlafzimmer erschossen - sondern als Bin Laden aus seiner Zimmertür in den Flur heraus geschaut habe. Das US-Verteidigungsministerium prüft rechtliche Schritte gegen den Autor wegen Geheimnisverrats.
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