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Wales zittert sich nach «hässlichem Spiel» in den Viertelfinal

Die grösste Attraktion bei Wales' 1:0 Sieg über die Nordiren war Bales Tochter. Zusammen mit den anderen Kindern begeisterte sie nach dem Spiel die Zuschauer.

Erlösung in der 74. Minute: Wales gewinnt das britische Duell gegen Nordirland und steht im Viertelfinale.
Erlösung in der 74. Minute: Wales gewinnt das britische Duell gegen Nordirland und steht im Viertelfinale.
EPA/SRDJAN SUKI
Masslose Enttäuschung: Die oftmals überlegenen Nordiren müssen als Verlierer vom Platz. Ein Eigentor reicht den Waliser, die gerade einmal einen Schuss aufs Tor zu verzeichnen haben.
Masslose Enttäuschung: Die oftmals überlegenen Nordiren müssen als Verlierer vom Platz. Ein Eigentor reicht den Waliser, die gerade einmal einen Schuss aufs Tor zu verzeichnen haben.
PHILIPPE LOPEZ, AFP
Begeisterung: Keiner zu klein, ein Fussballfan zu sein. Auch die walisischen Anhänger freuen sich auf dieses historische Spiel ihres Teams.
Begeisterung: Keiner zu klein, ein Fussballfan zu sein. Auch die walisischen Anhänger freuen sich auf dieses historische Spiel ihres Teams.
Matthias Hangst/Getty Images
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Gareth McAuley wurde im Pariser Prinzenpark-Stadion zur tragischen Figur. Er, einer von Nordirlands grössten Fussballern, der gegen die Ukraine noch sein erstes Länderspieltor erzielt hatte, traf in der 75. Minute ins eigene Netz. Zehn Minuten später wurde McAuley ausgewechselt.

McAuley traf nicht einmal gross Schuld. Ihm blieb gar keine andere Wahl, als in die scharfe Hereingabe von Gareth Bale hineinzugrätschen. Hätte McAuley nicht versucht, den Ball wegzuschlagen, hätte der eingewechselte Hal Robson-Kanu das Tor erzielt.

Bis zum Siegtreffer blieben echte Torchancen praktisch aus. Beide Mannschaften lauerten (erfolglos) auf Konter und waren primär darauf bedacht, Fehler zu vermeiden. Sehr lange hatte die Partie denn auch wenig Unterhaltsames zu bieten.

Nach der Pause gewann Wales zusehends die Oberhand. Zunächst köpfelte Sam Vokes den Ball nach einer diagonalen Flanke von Aaron Ramsey neben das Tor (53.), später parierte Nordirlands Goalie Michael McGovern einen Freistoss von Bale (58.). Dann leitete Bales scharfe Flanke das Eigentor ein. Die spielerisch limitierten Nordiren waren daraufhin zu keiner Reaktion mehr fähig.

Gareth Bale sagte nach dem knappen 1:0-Sieg: «Wir wussten, dass es ein hässliches Spiel wird. Die Iren wollten die Räume eng machen, das ist ihnen gelungen. Das ist aber egal. Es war wieder einmal unser Team, das gekämpft und dann gewonnen hat. Wir sind weiter, das zählt.»

Der dreifache EM-Torschütze von Real Madrid blieb zwar im vierten Auftritt zum ersten Mal ohne Treffer, lieferte aber die Hereingabe, die zum Eigentor führte. Er ist damit an 13 der letzten 18 walisischen Länderspieltore direkt beteiligt.

Nach dem Spiel feierte der Waliser mit seiner Tochter.

Die Kinder der Spieler schlugen nach der Partie noch einige Bälle und begeisterten damit die Zuschauer, welche bis dahin nicht auf ihre Kosten gekommen sind.

In den Viertelfinals trifft Wales entweder auf Ungarn oder Belgien.

Wales - Nordirland 1:0 (0:0)

Parc des Princes, Paris. - 44'125 Zuschauer. - SR Atkinson (ENG). - Tor: 75. McAuley (Eigentor) 1:0.Wales: Hennessey; Chester, Ashley Williams, Davies; Gunter, Allen, Ledley (63. Jonathan Williams), Taylor; Ramsey; Vokes (55. Robson-Kanu), Bale.Nordirland: McGovern; Hughes, McAuley (84. Magennis), Cathcart, Johnny Evans; Ward (69. Washington), Davis, Corry Evans, Norwood (79. McGinn), Dallas; Lafferty.Bemerkungen: Beide Teams komplett. Verwarnungen: 44. Dallas (Foul). 58. Taylor (Foul). 67. Davis (Foul). 94. Ramsey (Foul).

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