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Kommunikation in Zeiten von CoronaEinst bieder – jetzt plötzlich en vogue: Der offene Brief

In der Corona-Krise greifen Wirtschaftsvertreter plötzlich auf vermeintlich antiquierte Kommunikationsmittel zurück. Das ist kein Zufall, sondern die Folge des permanenten Geschreis im Internet.

Letzter Strohhalm offener Brief: Rudi Bindella junior hat mit seinem Vater das Leid der Gastrobranche öffentlich gemacht.
Letzter Strohhalm offener Brief: Rudi Bindella junior hat mit seinem Vater das Leid der Gastrobranche öffentlich gemacht.
Foto: Reto Oeschger

Gastrounternehmer Rudi Bindella hat es getan, der Schweizer Reiseverband, Gastro Suisse und auch die Unterhaltungs- und Eventbranche haben sich soeben mit einem offenen Brief an Bundespräsident Guy Parmelin und Finanzminister Ueli Maurer gewendet. Sie alle rufen darin um Hilfe, machen auf ihre wirtschaftliche Not aufmerksam und wollen die Landesregierung so zu Taten herausfordern.

Vermutlich kann unsere Exekutive in Bern inzwischen ganze Bundesordner füllen mit all den offenenen Briefen, die ihr seit Ausbruch der Pandemie zugestellt wurden. Die meisten Schreiben sind als einseitige Inserate in den von vielen längst abgeschriebenen gedruckten Zeitungen erschienen – wofür der Absender etwa 30’000 Franken hinblättern muss.

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