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Starbariton zu Besuch in Basel«Eingeschränkte Klangfarben: Der Graubereich gefällt mir»

Im Interview spricht Sänger Christian Gerhaher über sein neues Liedprojekt mit dem Kammerorchester Basel, seinen Hang zum Düsteren und die bayerische Corona-Politik.

«Sehe mich schon als romantisch infiziert»: Christian Gerhaher im Basler Kulturzentrum Don Bosco, wo die Generalprobe für das Konzert im Stadtcasino stattfand.
«Sehe mich schon als romantisch infiziert»: Christian Gerhaher im Basler Kulturzentrum Don Bosco, wo die Generalprobe für das Konzert im Stadtcasino stattfand.
Foto: Pino Covino

Herr Gerhaher, Sie haben uns gleich eingangs gesagt, Sie seien vor dem Konzert mit Heinz Holliger und dem Kammerorchester Basel sehr aufgeregt. Warum?

Zum einen, weil ich zuvor noch nie im Musiksaal des Stadtcasinos aufgetreten bin. Zum anderen, weil ich zum ersten Mal Othmar Schoecks Liedzyklus «Elegie» öffentlich aufführe – und der Gesangspart furchtbar tief ist. Schoeck hat ja viele seiner Stücke für Felix Loeffel, einen Bassbariton, geschrieben. Dieser hatte eine Sonorität in der Tiefe, die ich nicht habe. Aber ich bin dennoch überzeugt, dass die «Elegie» oder auch Schoecks «Notturno» für tiefe Stimme und Streichquartett nicht unbedingt Stücke für einen Bass sind, ja dass eine zu starke Sonorität sogar stören kann.

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