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Die zweite Welle trifft Junge hartEinfach nur weg von Zuhause

Wegen der Pandemie spitzen sich Konflikte in der Familie zu – bis dem Nachwuchs nur noch die Flucht bleibt.

In den Jugendberatungsstellen häufen sich Fälle von Jugendlichen, die eine schwere Krise durchmachen.
In den Jugendberatungsstellen häufen sich Fälle von Jugendlichen, die eine schwere Krise durchmachen.
Foto: Getty Images

Es waren die ständigen Demütigungen. Immer wurde sie von ihrer Mutter fertiggemacht. «Du bist der grösste Fehler meines Lebens», warf ihr diese unzählige Male an den Kopf. Es war das Gefühl, nie gut genug zu sein. «Du bist dumm», bekam sie immer wieder zu hören, «zu nichts zu gebrauchen.» Sie werde sich für sie schämen müssen am Ort, wo sie den Berufs-Schnuppertag absolviert.

Jenny (Name geändert) ist 15 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern in einer Blockwohnung. Die ältere Schwester ist schon ausgezogen. Aber Jenny sitzt noch hier. Eingesperrt mit der Mutter, die wegen der Pandemie den Job im Gastgewerbe verloren hat, und dem Vater, der während der heftigen Konflikte nur stumm dasitzt.

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