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Kommentar zur KurzarbeitsentschädigungEine Knauser-Politik

Schnell beim Verhängen von Corona-Massnahmen, langsam bei Entschädigungszahlungen.

Beizer in der Corona-Bredouille: Cécile Grieder vom Perron, Grenzwert und Roten Bären mit ihren Partnern Nicoleta Sorica und Andy Bandler (v.l.).
Beizer in der Corona-Bredouille: Cécile Grieder vom Perron, Grenzwert und Roten Bären mit ihren Partnern Nicoleta Sorica und Andy Bandler (v.l.).
Foto: Dominik Plüss

Wie leicht konnte die Basler Regierung den Beizen-Lockdown im November verhängen – ohne den Nutzen in den Ansätzen nachweisen zu müssen. Wenn es aber darum geht, den wirtschaftlichen Schaden aufzuwiegen – die Branchen sind zuweilen sehr einseitig und sehr hart betroffen –, geben sich die Politiker schwerfällig. In Basel-Stadt mussten Beizer sogar auf die Entschädigungen für Kurzarbeit im Oktober noch Mitte Januar warten und dabei alle Vorleistungen selber erbringen.

Beizer sind aber keine Banken.

Dabei – so die Erfahrungen der Wirte – geht das in Verzug geratene Staatspersonal, das zur Bewältigung der Krise gefordert ist, wie kaum ein zweites Mal im Leben – in die Ferien. Wer anruft, werde hingehalten, Zuständigkeiten seien nicht geregelt. So ist es zur unumstösslichen Tatsache geworden, dass Betriebe wegen ausstehender Entschädigungszahlungen in Liquiditätsprobleme geraten sind und schlicht nicht mehr ihr Personal bezahlen können. Eine Lösung zu finden, war in der reichen Schweiz, die sich auf eine zweite Corona-Welle hätte vorbereiten können, nicht möglich.

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