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40 Jahre Putschversuch in MadridEin Lehrstück für Demokratien

In Spanien putschten faschistische Generäle – und der König stellte sich dagegen. Der Staatsstreich scheiterte zwar, bleibt aber eine Warnung dafür, wie leicht Demokratien in Gefahr geraten können.

Mit gezogener Pistole: Der Putschist Antonio Tejero Molina am Rednerpult im spanischen Parlament, 23. Februar 1981. Das Foto ging um die Welt.
Mit gezogener Pistole: Der Putschist Antonio Tejero Molina am Rednerpult im spanischen Parlament, 23. Februar 1981. Das Foto ging um die Welt.
Foto: Manuel Perez Barriopedro (Keyston/AP Photo/ EFE)

Es war kurz vor Weihnachten letzten Jahres, als spanische Zeitungen Nachrichten aus einem Gruppenchat publik machten, in denen pensionierte hochrangige Militärs vom Umsturz träumten. Mit einer gewissen Angstlust zitierten Journalisten Ex-Offiziere, die davon schwadronierten, «26 Millionen Hurensöhne» zu erschiessen. Es gehe nicht anders, man müsse «(leider) die Geschichte wiederholen», schrieb ein früherer General in Anspielung auf den Spanischen Bürgerkrieg. Bei vielen Spaniern stiegen die Bilder des 23. Februar vor 40 Jahren wieder hoch.

Die Chatprotokolle liessen die spanische Öffentlichkeit gruseln. Üble Erinnerungen wurden wach an jenen Tag, als Angehörige von Militär und Sicherheitskräften aus ähnlichen Hirngespinsten Ernst machten und einen Putsch gegen die Regierung versuchten. Die Fernsehaufnahmen vom 23. Februar 1981 haben sich eingebrannt ins kollektive Gedächtnis Spaniens.

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