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Posse um ein KleidungsstückEin Kapuzenpulli spaltet die Golf-Welt

Der Engländer Tyrrell Hatton spielt derzeit richtig gut Golf. Doch noch mehr als seine Siege interessiert die Golfszene sein lockerer Stil.

Tyrrell Hatton gewann die BMW PGA Championship in Wentworth – und das im Hoodie.
Tyrrell Hatton gewann die BMW PGA Championship in Wentworth – und das im Hoodie.
Foto: Ross Kinnaird (Getty Images)
Sein Kapuzenpulli sorgt in der Golf-Welt für viel Aufregung und Kritik.
Sein Kapuzenpulli sorgt in der Golf-Welt für viel Aufregung und Kritik.
Foto: Ross Kinnaird (Getty Images)
So etwas trage man beim Golfen nicht. Doch Hatton stört das wenig.
So etwas trage man beim Golfen nicht. Doch Hatton stört das wenig.
Foto: Ross Kinnaird (Getty Images)
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Der Golfsport schmückt sich mit zahlreichen Vorschriften bezüglich Benimm- und Dresscode. Über Letzteres kann Profi Tyrrell Hatton nur den Kopf schütteln. Der Engländer hat im Oktober die BMW PGA Championship in Wentworth gewonnen – und zwar im Kapuzenpulli. Mit seinem nicht traditionellen Stil sorgte er für viel Aufregung in der Golf-Welt.

In den sozialen Medien kritisierten viele den Hoodie, ein englischer Golf-Club sah sich sogar gemüssigt, seine Mitglieder in einem Brief darauf hinzuweisen, dass Golfspielen im Kapuzenpullover untersagt sei.

Hatton selbst bleibt bei all dieser Aufregung entspannt. «Wo ist das Problem? Wenn es gut aussieht und du dich beim Spielen darin wohlfühlst, wieso nicht?», fragte der 29-Jährige. Er sei nicht der Erste, der im Hoodie spiele, nur eben der Erste, der damit ein grosses Turnier gewinne.

Der Engländer hat im lockeren Look Erfolg und hat sich auch für das Masters in Augusta qualifiziert, das am Donnerstag startet. An diesem Turnier ist alles noch einen Tick traditioneller. Und es hört sich wie eine Drohung an, wenn er sagt: «Ja, natürlich werde ich ein Hoodie auch dort tragen, wenn es kalt ist.»

26 Kommentare
    Brian B.

    Mal ganz ehrlich, Profi-Golf kann ich als Sport ja noch einigermassen akzeptieren, aber Hobby-Golfer, die auf einer Grünfläche herumspazieren und versuchen einen kleinen Ball zu treffen, und dann auch noch meinen sie hätten "Sport" betrieben, gehören für mich grösstenteils zu der Art von Menschen, die mehr sein wollen, als sie wirklich sind, und das ganze "idiotische Getue" um diese Kleidervorschriften ist einfach nur "lachhaft", genau so wie der "Dress-Code" beim Tennisturnier von Wimbledon, den immerhin leben wir ja jetzt im 21. Jahrhundert, und nicht mehr im "Barock-Zeitalter" ..., und beim Sport zählt meiner Meinung nach in erster Linie immer noch die Leistung und nicht die Bekleidung! Also liebe Leute, passt euch endlich einmal der Zeit an und werdet Erwachsen!