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Areal Lysbüchel SüdEin Haus voller Musiker – für die Nachbarn kein Problem

Auf dem früheren Coop-Verteilzentrum im äussersten Westen Grossbasels entstehen zwei Neubauten für Tonkünstler und Familien – inklusive Schallschutz.

Die Musikzimmer im Haus an der Lothringerstrasse sind schallgedämmt.
Die Musikzimmer im Haus an der Lothringerstrasse sind schallgedämmt.
Foto: Stiftung Habitat

«Der Bedarf an Wohnungen für Musikerinnen und Musiker in Basel ist offenbar gross» – dies schreibt die Stiftung Habitat aufgrund vieler Anfragen. Nach dem ersten Musikerwohnhaus, das aus dem Umbau einer Fabrik an der Lothringerstrasse 165 entstanden ist, will sie deshalb ein zweites Haus für diese Berufsgruppe bauen. Es ist auf dem Areal Lysbüchel-Süd geplant, das nach dem Abbruch der früheren Lager- und Produktionsbauten von Coop leer steht. Dort plant die Stiftung Habitat als neue Eigentümerin mit verschiedenen Baurechtnehmenden mehrere Wohnhäuser, von denen einige schon im Bau stehen.

Das zweite Haus für Musikerinnen und Musiker kommt also gleich gegenüber dem ersten an der Lothringerstrasse 165 zu stehen, an der Ecke zur Beckenstrasse. Es enthält auf sechs Geschossen 15 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern und fünf Studios. Die Wohnungen mit zwei Zimmern sind etwa 40 Quadratmeter gross, die 3-Zimmer-Wohnungen umfassen je 55 bis 58 Quadratmeter und die 4-Zimmer-Logis sind etwa 85 Quadratmeter gross. Auf der Seite der Beckenstrasse sind 14 Musikzimmer von 12 bis 14 Quadratmetern vorgesehen, die laut der Beschreibung schallschutztechnisch ertüchtigt werden. Dazu kommen drei Übungsräume. Das Projekt stammt von der Arbeitsgemeinschaft Muwo 2 mit Andreas Reuter als zuständigem Architekt. Die Kosten werden mit 6,25 Millionen Franken beziffert.

Atelierräume und Gewächshaus

In einer Entfernung von 60 Metern, am Beckenweg 6, plant die Wohnbaugenossenschaft Lyse-lotte ein ebenfalls sechsgeschossiges Mehrfamilienhaus mit 13 Wohnungen, das aber mit 7,155 Millionen Franken etwas teurer kommt. Die Grundfläche ist deutlich grösser als beim Musikerwohnhaus. Aber es soll auch Menschen dienen, die am Wohnort gestalterisch tätig sind. Denn im Erdgeschoss sind vier Atelierräume vorgesehen, die zu Wohnungen mit je drei Zimmern im ersten Obergeschoss gehören und insgesamt Platz von 112 bis 118 Quadratmetern bieten. Vier Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss werden als intergenerationell bezeichnet. Die meisten umfassen zweieinhalb Zimmer mit 54 bis 64 Quadratmetern , eine hat dreieinhalb und eine grössere fünfeinhalb Zimmer und 112 Quadratmeter; sie sollen Gemeinschaften dienen. Im dritten und vierten Obergeschoss können Familien in Wohnungen in viereinhalb und fünfeinhalb Zimmern Platz finden, wobei hier die Grössen bei 98 bis 115 Quadratmetern liegen.

Das Dachgeschoss erhält neben einer Terrasse in einem Aufbau eine kleine Gästewohnung und ein Gästezimmer, ebenso ein Gewächshaus. Die Arbeitsgemeinschaft aus drei Architektinnen und Architekten hat die gleiche Adresse wie die Genossenschaft.

Damit entstehen auf dem früheren Gewerbeareal zwei unterschiedliche Neubauten mit zusammen 28 Wohnungen und 5 Studios. Beide Projekte liegen noch bis zum 23. Oktober beim Bau- und Verkehrsdepartement zur Einsicht auf.