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Dornachs umstrittener GemeindepräsidentEin Fremdkörper in einer Welt, die keine Fehler erlaubt

Für die kommenden Wahlen stellt sich Christian Schlatter nicht mehr zur Verfügung. Er hat genug von den Negativschlagzeilen und der Politik. Ein Porträt.

Christian Schlatter (Freie Wähler) ist seit neun Jahren Gemeindepräsident von Dornach. Zu den Wahlen im April tritt er nicht mehr an.
Christian Schlatter (Freie Wähler) ist seit neun Jahren Gemeindepräsident von Dornach. Zu den Wahlen im April tritt er nicht mehr an.
Foto: Pino Covino

Was bedeutet Freundschaft?

Christian Schlatter faltet seine Hände zusammen, blickt aus dem Fenster der Dornacher Gemeindeverwaltung und denkt nach. Die Frage zu beantworten, fällt ihm nicht leicht. In den vergangenen Jahren hatte er nur selten Zeit, seine Beziehungen zu pflegen. Früher, da besuchte er mindestens einmal pro Woche den lokalen Turnverein und unternahm mehrtägige Ausflüge in die Schweizer Wälder und Berge. Heute fehlt die Zeit dafür, zu sehr spannt ihn der Beruf ein. Viele Freundschaften versandeten.

Schlatter erkannte früh, dass in der Welt der Politik Freund und Feind oft nahe beieinanderliegen. Wiederholt wurde er mit Anschuldigungen konfrontiert, die aus den eigenen Reihen stammten. Mehrere Amtskollegen warfen ihm öffentlich vor, den Gemeinderat autoritär zu führen und Angestellte zu schikanieren. Der Bruch wurde in den letzten Wochen immer grösser. In Dornach ist Schlatter hoch umstritten.

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