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Verdichtete Architektur in BaselEin Fenster zum Hof

Wie schafft man in der dichten Stadt zusätzlichen Wohnraum? Architekt Ingemar Vollenweider zeigt einen überzeugenden Neubau im Basler Wettsteinquartier.

Der Neubau der Genossenschaft Wohnstadt liegt am Riehenring in Basel.
Der Neubau der Genossenschaft Wohnstadt liegt am Riehenring in Basel.
Bild: jessenvollenweider

Herr Vollenweider, worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?

In der vorgefundenen Situation: Das Grundstück in einem ruhigen Hinterhof im zentral gelegenen Wettsteinquartier ist allseitig umschlossen von einer Blockrandbebauung aus dem letzten Jahrhundert. Das Verhältnis von Rand und Füllung sowie das Dilemma der neuen Nachbarschaft und Nähe, gekoppelt mit einer stückweiten Umkehrung von öffentlichem und privatem Raum sind die Themen dieses Ortes und unseres Entwurfs.

Architekt Ingemar Vollenweider.
Architekt Ingemar Vollenweider.
Bild: Florian Bärtschiger

Wie hat der Ort auf den Entwurf eingewirkt?

Die Gebäudefigur entwickelt aus der Auseinandersetzung mit der introvertierten Hoflage eine eigenständige Identität. Mit durchgehend vier Geschossen schreibt sie dem Blockrand einen inneren Horizont ein, der konsequent unter dessen Traufkanten bleibt. Ihre Gebäudearme strecken sich so in das dreiecksförmige Grundstück, dass Situationen des direkten Gegenübers zu den parzellierten Häusern des Blockrands vermieden werden. Stattdessen entwickeln sich aus der abknickenden Gebäudelinie hofartig eingezogene Aussenräume, auf die sich die neuen Wohnungen orientieren und die dabei als räumlicher Filter zwischen Rand- und Hofbebauung erlebbar werden.

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