Zum Hauptinhalt springen

Der Corona-HammerEin Desaster für die Politik

Die Schweiz im Fast-Lockdown. Niemand weiss, wie man die Seuche am effizientesten bekämpft. Versagt haben alle: Bundesrat, Kantone, Experten.

Bundesrat Alain Berset (rechts) neben Bundespräsident Guy Parmelin während der Medienkonferenz am Mittwoch in Bern.
Bundesrat Alain Berset (rechts) neben Bundespräsident Guy Parmelin während der Medienkonferenz am Mittwoch in Bern.
Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Schweden ist mit seiner Strategie gescheitert. Der Schweizer Weg ist der falsche, der englische sowieso. Deutschland verharrt seit Wochen im Lockdown und meldet so viele Todesopfer wie nie zuvor. In anderen Ländern wie Tschechien explodierten die Fallzahlen nur Tage nach Beendigung des Lockdown. Die USA melden 4500 Tote innert 24 Stunden.

Der R-Wert, behaupteten Experten zuerst, sei wichtig für die Berechnung der Pandemie. Dann war er plötzlich wieder unwichtig. Ende Oktober kündigte Bundesrat Ueli Maurer an, die Schweiz könne nicht mehr Geld zur Corona-Bekämpfung ausgeben. Nun lockert er die Härtefallregelung massiv. Die Fallzahlen, befürchteten die Experten, würden nach den Festtagen Ende Dezember explodieren. Die Fallzahlen explodierten nicht. Aus der Taskforce des Bundesrats ziehen sich Mitglieder entnervt zurück. Untersuchungen zeigen, dass nur rund vier Prozent aller Infektionen in Gaststätten passieren, dagegen zwei Drittel in Alters- und Pflegeheimen. Die Beizen sind seit Wochen geschlossen, ein überzeugendes Schutzkonzept für die Alten liegt bis heute nicht vor. Wengen sagt seine Skirennen am Lauberhorn ab, die Pisten bleiben im Berner Oberland aber offen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.