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GastkommentarEin Bundesrat stolpert über chiffrierte Telegramme

Ein deutschfreundlicher Bundesrat: Arthur Hoffmann (rechts) mit Kaiser Wilhelm bei den «Kaisermanövern» 1912 in der Schweiz.

«Friedensbedürfnis allgemein vorhanden»

Der Sozialdemokrat und langjährige Nationalrat Robert Grimm wollte im Ersten Weltkrieg zwischen Deutschland und Russland einen Separatfrieden herbeiführen.

Die Sache fliegt auf

Die Satirezeitschrift «Nebelspalter» stellte Hoffmanns tiefen Fall als Heldendrama dar.
6 Kommentare
    Rolf Zach

    Wie nannten alle bürgerlichen Schweizer Politiker den Erzfeind von Lenin, nämlich Grimm, als Führer des Landes-Generalstreiks von 1918, dessen Forderungen sehr berechtigt waren, einen Kommunisten im Sinne von Lenin. Blocher tut dies noch heute, obwohl Solschenizyn in seinem Roman-Reihe "Das rote Rad" die Feindschaft von Lenin und Grimm sehr deutlich geschildert hat.

    Übrigens, wenn von Polen gesprochen wird, haben die Polen-Lieblinge Großbritannien und Frankreich dem Zaren schriftlich versprochen, dass österreichische Galizien mit Krakau und Lemberg , wo die Polen mit mehr Freiheit lebten als im russischen Warschau, den Russen auszuliefern. Lenin hat diese Verträge mit Genuss Ende 1917 veröffentlicht.

    Natürlich war Hoffmann in dieser Sache ein Dummkopf und der Realist Grimm hat sich in dieser Sache gründlich getäuscht, vielleicht war sein Freund Ebert ( deutscher SPD-Chef) daran nicht unschuldig.

    Es ist immer für einen Staat, vor allem wenn er allein und klein ist, seine Nützlichkeit für die anderen abzuwägen und dies zu beantworten. Wenn die SVP heute die Neutralität hochhält à la 2. Weltkrieg irrt sie sich gewaltig. Wir haben als Beispiel die verlogenen Anschuldigungen der US-Behörden unter Stuart E. Eizenstat und Edgar Bronfman, als Präsident des Jüdischen Weltkongresses, die ganze Bankenwelt in der Schweiz habe die ermordeten Juden um Millionen bestohlen. Eizenstat war US-Botschafter bei der EU, aber er hat nicht das EU-Land Schweden angegriffen, sondern die Schweiz.