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Sport in der guten StubeEin britischer Adler hebt ab

Niemand glaubte an ihn, und doch wurde Michael Edwards 1988 in Calgary der erste britische Skispringer bei den Olympischen Spielen. 2016 wurde seine Lebensgeschichte verfilmt.

Taron Egerton verkörpert in «Eddie the Eagle – Alles ist möglich» Michael Edwards. Die Brille des stark weitsichtigen Edwards wurde zum Markenzeichen des Briten.
Taron Egerton verkörpert in «Eddie the Eagle – Alles ist möglich» Michael Edwards. Die Brille des stark weitsichtigen Edwards wurde zum Markenzeichen des Briten.

«Dabei sein ist alles.» Dieser Satz gilt als Motto von Olympia. In der Geschichte der Spiele sticht ein Athlet heraus, der diesen Leitspruch verkörperte wie kein Zweiter. Und der von den Massen heroisch gefeiert wurde, auch wenn er stets deutlich schlechter abschnitt als seine gesamte Konkurrenz.

Michael Edwards war acht Jahre alt, als er sich die Olympischen Spiele zum ersten Mal im Fernsehen ansah. Von da an wurde es zu seinem Lebenstraum, eines Tages selbst als Olympionike dabei zu sein, egal wie. Zunächst versuchte er es mit Judo, Volleyball und dem Pferdesport. Erfolglos.

73,5 Meter reichen für den olympischen Traum

Als Edwards auf den Skisprungsport aufmerksam wurde, bemerkte er, dass kein anderer britischer Athlet diese Sportart praktizierte. Er witterte seine Chance und begann – ohne Erfolg – an internationalen Skisprungwettbewerben teilzunehmen.

Seine 73,5 Meter 1987 in Oberstdorf brachten Edwards mal wieder den letzten Ranglistenplatz ein. Sie bedeuteten jedoch auch britischen Rekord und garantierten ihm die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary. Als erstem Briten der Sportgeschichte. Edwards’ Traum wurde zur Realität, Edwards selbst zur Kultfigur. Er wurde zu «Eddie the Eagle».

Unter diesem Namen wurde 2016 die Geschichte des heute 56-Jährigen, der bei Wettkämpfen aufgrund seiner Weitsichtigkeit stets mit starken Brillengläsern antrat, verfilmt. Das Biopic zeigt die Lebensgeschichte Edwards’, und wie er es trotz seiner zahlreichen Zweifler schaffte, sich seine Vision von Olympia zu verwirklichen.

«Eddie the Eagle – Alles ist möglich» ist auf Netflix verfügbar und kann nebst herzerwärmendem Inhalt auch mit renommierten Darstellern (Taron Egerton, Hugh Jackman, Christopher Walken) aufwarten. Es ist definitiv lohnenswert, auf Wolke sieben zu schweben mit Eddie, der zeigt, dass mit viel Willen, Hoffnung und Ehrgeiz alles möglich ist.

Die BaZ-Serie «Sport in der guten Stube» gibt täglich Tipps für zu Hause, die dabei helfen sollen, die Corona-Zeit halbwegs sportlich zu überbrücken.