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Schrottrohre eingebautEhekrach brachte Lötschberg-Geheimnis ans Licht

Kürzlich drang Wasser und Schlamm in den Jahrhundert-Tunnel. Ursache sind womöglich defekte Rohre. Davon weiss man dank einer verlassenen Gattin.

15. Juni 2007: Als der Lötschberg-Basistunnel eröffnet wird, läuft ein Rechtsstreit wegen mangelhafter Abwasserrohre vor dem Handelsgericht.
15. Juni 2007: Als der Lötschberg-Basistunnel eröffnet wird, läuft ein Rechtsstreit wegen mangelhafter Abwasserrohre vor dem Handelsgericht.
Foto: Keystone

Am Anfang dieser unglaublichen Geschichte steht die Vergabe eines Millionenauftrags zur Herstellung von Abwasserrohren für den Lötschbergtunnel. Gewonnen hatte die Ausschreibung die Firma Simplex AG mit Sitz im schaffhausischen Beringen. Die Konkurrenz wunderte sich über die tiefen Preise. Denn die lagen unter den Materialkosten. Solche Dumpingpreise werden meist erzielt, indem günstiges Recycling-Granulat zur Herstellung verwendet wird. Doch so hergestellte Rohre haben einen entscheidenden Nachteil: «Ihre Lebensdauer ist viel kürzer, der Einsatz als Abwasserrohre ist deshalb verboten», erklärt Ingenieur Urs Hänseler.

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