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Badegenuss in BaselDutzende Rheinschwimmer wagen sich in die braune Brühe

Ausflügler geniessen den sommerlichen Dienstagabend im Wasser und am Rheinbord. Starke Niederschläge haben den Fluss anschwellen und sich braun verfärben lassen.

Badevergnügen bei 20 Grad Wassertemperatur: Rheinschwimmer bei der Mittleren Brücke.
Badevergnügen bei 20 Grad Wassertemperatur: Rheinschwimmer bei der Mittleren Brücke.
Fotos: Simon Bordier

Besonders einladend präsentiert sich der Rhein momentan nicht: Durch die starken Niederschläge der letzten Woche ist der Pegel gestiegen, die Strömung ist entsprechend stark. Vor allem aber die trüb-braune Färbung des Wassers wirkt nicht gerade Vertrauen erweckend.

Doch sei’s drum: Dutzende Rheinschwimmer haben sich am frühen Dienstagabend weder vom brackbraunen Kolorit noch von der recht frischen Wassertemperatur von 20 Grad Celsius abschrecken lassen. Sie treiben wacker mit und ohne Schwimmsack («Fischli») zwischen den Pfeilern der Mittleren Brücke hindurch und dürfen sich beim Verlassen des Wassers auf sommerlich-warme Lufttemperaturen von rund 25 Grad freuen. Einzelne wagen gar den gefährlichen Sprung von der Mittleren Brücke ins Trübe.

Das sommerliche Ambiente wird indes nicht nur von den Wasserratten geschätzt, sondern auch von den Hunderten Ausflüglern, die sich entlang des Rheinbords breitgemacht haben und den Abend bei einem Bier, Snack oder auch mit leeren Händen geniessen.

Viel Volk unterwegs, im Wasser und an Land.
Viel Volk unterwegs, im Wasser und an Land.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt führt regelmässig Untersuchungen der mikrobiologischen Qualität von Rhein und Wiese während der Badesaison durch. Das Labor hat bisher trotz der verdächtig-braunen Wasserfärbung aber keine Warnung bezüglich der Wasserqualität herausgegeben.

Generell gilt, dass die Qualität nach heftigen Gewittern und intensiven Regenfällen durch Schwemmwasser und Aufwühlungen abnimmt. Zudem sei die Wasserqualität im Frühjahr oder frühen Sommer, wenn die Flüsse oft noch Schmelzwasser führen, eher schlechter, wie das Laboratorium schreibt. Das Tauchen und Schlucken sollte im Fluss generell vermieden werden.

Personen mit einer empfindlicheren Gesundheit und solchen, die Wert auf Badewasser von hoher mikrobiologischer Qualität legen, stehen als Ausweichmöglichkeit die Basler Gartenbäder zur Verfügung, in denen das Badewasser laufend gereinigt und kontrolliert wird. Die grösste Gefahr beim Baden in fliessenden Gewässern ist das Ertrinken.

(bor)