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Neues vom Basler KulturflossDoch noch ein bisschen Festivalsommer

Das Basler Im-Fluss-Festival wird auch 2020 wieder stattfinden. Allerdings legt die schwimmende Bühne von Tino Krattiger erst im September in Basel an.

Ein schöner, warmer Sommerabend, tolle Musik – und Menschen dicht an dicht am Rheinbord. 2020 wird es ein bisschen anders sein.
Ein schöner, warmer Sommerabend, tolle Musik – und Menschen dicht an dicht am Rheinbord. 2020 wird es ein bisschen anders sein.
Foto: Nicole Pont

In den letzten Tagen mehrten sich die Hiobsbotschaften aus der Schweizer Konzertszene. 2020 wird es kein Greenfield, kein Open Air St. Gallen, kein Paléo und kein Gurtenfestival geben. Auch regionale Events wie das Stimmen-Festival, Summerstage und Hillchill mussten wegen des aktuellen Veranstaltungsverbots abgesagt werden.

Umso grösser war die allgemeine Überraschung, als am Montagvormittag bekannt wurde, dass das Festival Im Fluss allen Erwartungen zum Trotz auch 2020 durchgeführt wird. Allerdings findet der mehrtägige Event, der das Kleinbasler Rheinbord seit mehr als zwanzig Jahren mit Musik belebt, heuer nicht im Hochsommer statt. Sondern vom 1. bis 18. September.

Nach dem 31. August sind Konzerte mit bis zu 1000 Personen in der Schweiz wieder erlaubt, erklärt Veranstalter Tino Krattiger. Da wollten er und sein Team nichts anbrennen lassen.

Einheimisches Schaffen

2020 wird Krattiger das Kulturfloss unter denkbar anderen Vorzeichen als in den Vorjahren durchführen. Anstatt auch internationale Bands nach Basel einzuladen, verlässt sich der Veranstalter aus organisatorischen Überlegungen auf nationale und regionale Künstler. «Wir hatten das Programm für 2020 bereits gebucht», erklärt er. «Jetzt müssen wir mit dem Booking wieder von vorne beginnen .»

Trotz der Konzeptänderung sei ihm kein einziger Sponsor abgesprungen, freut sich Krattiger. So dürfte seine grösste Sorge bei der Durchführung seines Festivals die Wahrung des Social Distancing sein. Und: Krattiger hat bereits einen Plan, wie er den Publikumsandrang auf den Stufen vor dem Kulturfloss auf 600 Menschen limitieren kann.

Dass die Einhaltung der behördlichen Auflagen ihm einen personellen und finanziellen Mehraufwand bescheren wird, ist Krattiger klar. Trotzdem: «Mir geht es darum, dass das Floss, komme was wolle, bespielt wird», sagt er. «Das nicht, weil ich damit Geld verdienen will. Diesen Sommer wird das Floss schlicht das einzige Festival sein, das noch in Basel stattfindet.»

Rheinbord, Kleinbasel. Dienstag bis Freitag, 1. bis 18. September.

1 Kommentar
    Ju5p

    Ja nach heutigem Wissenstand sind dann wieder Konzerte bis 1000 anwesenden erlaubt. wobei die sicherheitsleute dazu gerechnet werden müssen.

    Leider wird die 2th welle im August erwartet., darum an die Bevölkerung jung und alt, Hände waschen, Abstand Halen, sonst wird, der Traum zum Alptraum.