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Widerstände gegen Apples Fernsehprojekt

Der iPhone-Hersteller versucht offenbar erneut, sich im Wohnzimmer seiner Kunden weiter auszubreiten. Apple verhandelt laut einem Bericht über Live-Fernsehsendungen und andere Inhalte mit US-Kabelanbietern.

Mehr oder weniger erfolglos: Apples Set-Top-Box.
Mehr oder weniger erfolglos: Apples Set-Top-Box.
AFP

Apple hat bereits eine Set-Top-Box im Angebot, Apple TV. Der Konzern versucht nun weiter, sich im Wohnzimmer seiner Kunden weiter auszubreiten. Das «Wall Street Journal» berichtete am Mittwoch, Apple wolle Live-Fernsehsendungen und andere Inhalte über eigene Set-Top-Boxen anbieten, und verhandle darüber bereits mit einigen der grössten Kabelanbieter in den USA.

Eine Einigung gebe es aber offenbar noch nicht, schrieb das Blatt unter Berufung auf Verhandlungskreise. Die Kabelfirmen hätten Vorbehalte, Apple den Einzug ins Fernsehgeschäft zu ermöglichen, schrieb das «Wall Street Journal». Sie hätten Angst, das gleiche Schicksal zu erleiden wie die Plattenfirmen und die Telefongesellschaften, denen Apple mit seinen beliebten Produkten harte Bedingungen diktieren konnte.

Keine Liveprogramme über Kabel

Bis das «Projekt iTV» auf den Markt kommt, dürfte es also noch etwas dauern. Konkreter ist das Filmprojekt des Konkurrenten Google: Der Internetriese hat seinen Online-Filmverleih auch in Deutschland gestartet. Ab sofort könnten über die Plattform Google Play Filme heruntergeladen und online geschaut werden, wie der Konzern am Donnerstag meldete.

Google macht vorwärts

Die Plattform ist vom Computer aus oder über Smartphones und Tabletrechner mit dem Google-Betriebssystem Android erreichbar. Google kooperiert mit grossen Filmstudios wie Disney, Paramount Pictures und Universum Film. Das Unternehmen will aktuelle Blockbuster für 3,99 Euro in normaler Qualität und für 4,99 Euro hochauflösend anbieten.

Ältere Filme gibt es für 2,99 Euro in normaler und 3,99 Euro in hoher Qualität. Die Nutzer haben nach dem Ausleihen 30 Tage Zeit, sich den Film anzusehen. Haben sie damit einmal begonnen, bleiben ihnen dafür 48 Stunden.

Die Plattform Google Play konkurriert mit Plattformen anderer Anbieter wie Apple und Amazon. Im März legte der Internetriese seine Onlineläden für Smartphone- und Tablet-Programme, Spiele, Musik, Filme und Bücher zusammen.

AFP/rek

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