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Konsumenten mögens dünn

Die Hersteller von Flachbildschirmen haben einen neuen Verkaufsrekord aufgestellt. Weniger Anklang finden 3D-Geräte. Dennoch wird demnächst der erste 3D-Camcorder für den Heimgebrauch vorgestellt.

Wo hat es noch Platz? Ein Arbeiter befestigt an der letztjährigen Funkausstellung IFA in Berlin auf dem Messestand des Elektronikkonzerns Toshiba LCD-Fernseher an einer Wand.
Wo hat es noch Platz? Ein Arbeiter befestigt an der letztjährigen Funkausstellung IFA in Berlin auf dem Messestand des Elektronikkonzerns Toshiba LCD-Fernseher an einer Wand.
Keystone

Erstmals wurden im zweiten Quartal 2010 weltweit mehr als 170 Millionen Liquid Crystal Displays (LCDs) mit einer Diagonale von mehr als 9 Zoll verkauft, wie das Marktforschungsunternehmen NPD Group mitteilte. Die NPD-Studie umfasst unter anderem die Bildschirme von Notebook-Computern, Desktop-PCs und LCD-Fernsehern.

Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug bei Notebooks 47 Prozent, bei den kleineren Netbooks und der neuen Tablet-Kategorie sogar über 50 Prozent. Die Herstellkapazitäten seien voll ausgelastet, berichtet NPD.

Die grössten Display-Produzenten

Das Geschäft mit Handy-Displays wuchs demnach im zweiten Quartal um sechs Prozent auf 400 Millionen Einheiten. Bis Jahresende werden nahezu 1,7 Milliarden Telefonanzeigen produziert werden, prognostiziert NPD.

Die grössten Display-Hersteller für Handys sind die chinesischen Firmen Tianma, Truly und die beiden kürzlich fusionierten Firmen Chimei/Innolux. Bei den Notebooks und LCD-TVs dominieren die südkoreanischen Konzerne LG und Samsung.

Ein anderer Trend in der Unterhaltungselektronik sind dreidimensionale Filme zum Selbermachen: Auf der Internationalen Funkausstellung IFA soll der erste 3D-Camcorder für den Heimgebrauch vorgestellt werden. Ohnehin sei 3-D eines der Top-Themen der diesjährigen Messe – von TV, Camcorder und Kameras bis hin zu Spielen und Blu-Ray, sagt der Verwaltungsrat des IFA-Veranstalters GFU, Hans-Joachim Kamp. Zum 50. Mal öffnet die Messe vom 3. bis 8. September 2010 in Berlin ihre Tore.

«3-D ist noch nicht richtig Marktrealität»

Auch ein 3D-TV-Programm soll auf der Ausstellung vorgestellt werden. Kamp erklärte, 41 Prozent der Bevölkerung planten, sich in den kommenden drei Jahren ein solches Gerät anzuschaffen. «3-D ist noch nicht richtig Marktrealität: Heute hat erst ein Prozent der Haushalte 3D-Fernseher, aber wir sehen: Die Aufgeschlossenheit ist gross.» Weitere Highlights der weltweit grössten Ausstellung für Unterhaltungselektronik seien Innovationen bei Energieeffizienz, Heim-Vernetzung und Mobilität, sagte Kamp.

dapd/sda/rek

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