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Fernseh-Ärger um Cablecom

Digitales Fernsehen ist künftig auch ohne Set-Top-Box möglich. Cablecoms Alternative ist eine Karte – mit der laut «Kassensturz» 450'000 Kunden allerdings gar nichts anfangen können.

Die neue Karte von Cablecom wird vor allem von der Werbeindustrie und privaten Fernsehstationen unterstützt.
Die neue Karte von Cablecom wird vor allem von der Werbeindustrie und privaten Fernsehstationen unterstützt.
Sf.tv

Wer via Cablecom digital fernsehen will, muss zwangsläufig eine der drei Cablecom-Set-Top-Boxen mieten, die monatlich 6 bis 25 Franken kosten. Nun offeriert Cablecom eine Alternative: Die neue Karte wird in ein Modul eingesteckt und direkt am Fernsehgerät angeschlossen – allerdings muss das TV-Gerät über eine entsprechende Schnittstelle verfügen, wie der «Kassensturz» berichtet.

Das Problem mit der «Verschlimmbesserung»: Laut «Kassensturz» ist die Neuerung eher ein Rückschritt, denn die Karte basiert auf einer neuen Technologie, dem sogenannten CI-Plus-Standard – und dieser funktioniere nur für TVs der allerneuesten Generation.

Nur für die Werbeindustrie?

Cablecom schliesst damit laut «Kassensturz» rund 450‘000 Konsumenten aus, die während den letzten 3 Jahren ein neues Fernsehgerät mit Schnittstelle gekauft haben – diese Fernsehgeräte können den CI-Plus-Standard nicht lesen, sie funktionieren mit dem älteren CI-Standard. Diese Kunden bräuchten für digitales Fernsehen nach wie vor eine Set-Top-Box.

«Cablecom kommt mit ihrer neuen Karte vor allem der Werbeindustrie entgegen, nicht aber den Konsumenten», wird Simonetta Sommaruga, SP-Ständerätin und Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz, auf dem Internetportal des Schweizer Fernsehens zitiert.

Cablecom wehrt sich

Cablecom aber ist sich keiner Schuld bewusst: «Würden wir nicht auf CI-Plus setzen, würden wir Gefahr laufen, in Zukunft von einzelnen Programmanbietern ausgeschlossen zu werden», begründet Product-Manager Steffen Scheunemann den Entscheid von Cablecom im «Kassensturz».

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