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3-D-Spielgerät kommt erst 2011

Der Gameboy-Nachfolger 3DS schafft es nicht rechtzeitig fürs Weihnachtsgeschäft. Die Verzögerung ist für Hersteller Nintendo ein schwerer Schlag.

Hoffnungsträger mit Verspätung: Statt der angepeilten 30 Millionen 3DS-Geräte rechnet Nintendo nun nur noch mit einem Absatz von 23,5 Millionen Stück.
Hoffnungsträger mit Verspätung: Statt der angepeilten 30 Millionen 3DS-Geräte rechnet Nintendo nun nur noch mit einem Absatz von 23,5 Millionen Stück.
Keystone

Der Gameboy-Nachfolger 3DS, der einen dreidimensionalen Bildeindruck liefern soll, werde erst im Februar auf den japanischen Heimmarkt und im März in den USA in den Handel kommen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Die Verzögerung ist für die Japaner ein schwerer Schlag: Nintendo-Chef Satoru Iwata kürzte wegen des späten Marktstarts und des teuren Yens die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr (bis Ende März) um mehr als die Hälfte auf umgerechnet 1,05 Milliarden Franken.

Statt der angepeilten 30 Millionen 3DS-Geräte rechnet er nun nur noch mit einem Absatz von 23,5 Millionen Stück. «Zunächst dachten wir, dass wir die 3DS noch in diesem Jahr auf den Markt bringen, und darauf haben wir unsere Prognose gestützt», sagte Iwata auf einer Analystenkonferenz.

Sony und Microsoft sind schneller

«Aber inzwischen ist klar, dass wir keine ausreichenden Stückzahlen bis zum Jahresende liefern könnten.» In Japan soll das Gerät mit rund 290 Franken etwa doppelt so viel kosten wie die derzeitigen, zweidimensionalen DS-Modelle.

Nintendo, das vor einigen Jahren mit seiner Spielekonsole Wii einen überraschenden Erfolg gelandet hatte, dürfte damit im kommenden Weihnachtsgeschäft ins Hintertreffen gegenüber den Rivalen Sony und Microsoft geraten, die dann neue, körperbewegungsgesteuerte Geräte auf den Markt bringen.

SDA/rek

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