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Wo Samsungs neue Tablets das iPad übertreffen

Samsung hat schon wieder neue Tablets vorgestellt. Können sie Apples iPad-Erfolg gefährden?

Sieben Jahre nach dem Verkaufsstart des ersten iPhones hat die Smartphone-Konkurrenz Apple eingeholt – man könnte sogar argumentieren, überholt. Aber das ist Geschmackssache und eine Frage für die Kommentare unten an diesem Artikel.

Bei den Tablets ist es vier Jahre nach dem Verkaufsstart des iPads noch nicht ganz so weit. Das iPad Air ist der Konkurrenz immer noch eine Nasenlänge voraus. Aber Jahr für Jahr wird dieser Vorsprung kleiner. Die Android- und Windows-Apps werden besser und die Hardware auch. Das zeigen etwa das Z2 von Sony und das gerade erst vorgestellte Surface Pro 3 von Microsoft.

Dass der Rückstand bei den Smartphones aufgeholt wurde, ist nicht nur ein Verdienst von Google und Android. Ebenso wichtig war die Markt- und Marketingmacht von Samsung, das dabei zum Weltmarktführer wurde. In der Nacht auf Freitag hat Samsung nun zwei Tablets vorgestellt, die die Lücke zu Apples iPads schliessen sollen.

Die neuen Galaxy-Tab-S-Modelle (der Name soll an die erfolgreiche Smartphone-Reihe anschliessen) sind natürlich nicht die ersten Samsung-Tablets. Erst im Frühjahr hat das Unternehmen mehrere neue Tablets auf den Markt gebracht.

Was hebt diese Tablets nun aber von anderen Tablets ab und macht sie gar zu iPad-Konkurrenten? Der Preis kann es schon mal nicht sein. Denn sowohl die 10,5-Zoll-Variante (579 Franken) als auch das kleinere 8,4-Zoll-Tablet (479 Franken) sind in der günstigsten Ausführung jeweils teurer als die vergleichbaren iPad Air (549 Franken) und iPad Mini (439 Franken).

Wenn man Apple nicht über den Preis konkurrenzieren will, braucht es gute Argumente. Genauso eins hat Samsung. Der Bildschirm der neuen Tablets nutzt die Super-Amoled-Technologie, die man bereits von Smartphones kennt. Das verspricht bessere Schwarzwerte und sattere Farben. Diese Technologie kombiniert mit der hohen Auflösung von 2560 x 1600 klingt tatsächlich vielversprechend.

Auch in der Praxis macht der Bildschirm einen guten Eindruck. Redaktion Tamedia konnte die neuen Tablets heute in Zürich kurz ausprobieren. Die Farben des neuen Bildschirms sind tatsächlich deutlich kräftiger als die des iPad Air. Wie gut der Bildschirm aber zum Beispiel bei Tageslicht aussieht, muss ein ausführlicher Test zeigen.

Leider hat der Bildschirm wieder ein Seitenverhältnis von 16:10. Das ist gut für Nutzer, die gerne Filme schauen. Wer dagegen gerne im Hochformat liest, muss mit einem langgezogenen Bildschirm zurechtkommen. Microsoft hat das Dilemma erkannt und kürzlich ein Tablet mit einem Seitenverhältnis von 3:2 vorgestellt.

Abgesehen vom Bildschirm halten sich die Unterschiede, so der erste Eindruck, zu anderen Samsung-Tablets in Grenzen. Immerhin hat Samsung das Plastikleder auf der Rückseite durch dieselbe Oberfläche wie beim Galaxy-S5-Smartphone ersetzt. Das Tablet ist auch dünner und leichter geworden. Nicht ganz so dünn und leicht wie das Sony Z2, aber dafür hat es viel weniger schwarze Ränder um den Bildschirm herum. So wirkt der Bildschirm grösser, als er tatsächlich ist, und das Tablet liegt besser in der Hand.

Ebenfalls neu ist der Fingerabdruckleser, wie er auch schon im Galaxy S5 steckt. Damit kann man beim Tablet nebst den üblichen Funktionen auch Nutzerprofile verbinden. Je nachdem, wer seinen Daumen über den Sensor zieht, wird ein anderes Profil geladen. Das ist praktisch, wenn sich ein Haushalt ein Tablet teilt.

Zwischenfazit: Die neuen Galaxy Tablets sind vielversprechend. Besonders der Bildschirm gefällt. Es wird aber spannend zu beobachten sein, wie gut es Samsung gelingt, die Kunden zu überzeugen, mehr für ein Galaxy-Tablet als für ein iPad zu bezahlen.

Update: In der ersten Version des Artikels hiess es der Bildschirm hätte ein Seitenverhältnis von 16:9. Tatsächlich hat das Tablet einen Bildschirm im Format 16:10.

Können die neuen Samsung Tablets die Lücke zum iPad schliessen oder ist diese Lücke längst geschlossen? Unser Autor Rafael Zeier freut sich über Ihre Meinung in den Kommentaren und diskutiert gerne mit.

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