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Stilvoll telefonieren im besten Alter

Seniorinnen und Senioren mögen keine Handys. Das könnte sich mit diesem im Elke-Test vorgestellten Smartphone ändern. Der Künstler und Grafiker Walter F. Haettenschweiler jedenfalls zeigt sich begeistert.

Der Zuger Walter Haettenschweiler hat das Seniorenhandy unter die Lupe genommen. Der 77-Jährige ist einer der berühmtesten Grafiker der Schweiz. Seine vier Bände zur Lettera-Reihe mit speziellen Schriftentwürfen fanden internationale Beachtung.

Die Gesellschaft wird immer älter. Unsere Technik hingegen ganz und gar nicht: Fast im Wochenrhythmus kommen neue Smartphones mit Touchscreen, integrierten technischen Finessen wie Foto- und Videokamera und schnellen Browsern auf den Markt. Damit können viele ältere Frauen und Männer jedoch nichts oder nur wenig anfangen.

Der Grund: Die Tasten sind meist zu klein, genauso wie das Display, sie sind nicht Hörgerätekompatibel und das Menü verfügt über zu viel Schnickschnack, der nur irritiert.

Elegant und Stilbewusst

Mit dem Emporia Elegance hat das kleine Linzer Unternehmen Emporia versucht, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Es richtet sich an «lebenserfahrene und stilbewusste Menschen mit Sinn für Ästhetik».

Dem ist das Mobile designtechnisch komplett gerecht geworden: Es ist in einem einfachen schwarzen Klavierlack gehalten, wirkt nicht aufdringlich – und schon gar nicht veraltet. Die Tasten des Zahlenblocks sind zwar gross, aber nicht plump. Ebensowenig wie die an der rechten und linken Seite angebrachten Tasten für das Menü, SMS, Taschenlampe, Wecker, Tastensperre und Lautstärkenregelung.

Entriegelung nicht nur mit einer Hand

Der einzige Nachteil bei den Aussentasten ist, dass man die Riegel für die Tastensperre und den Wecker nur schwer mit einer Hand nach oben oder unten schieben kann. Jedoch ist für manch einen der Best-Age-Generation dies auch kein Nachteil, da man sowieso beide Hände zur Bedienung eines Mobiles verwendet.

Möchte man ins Menü gelangen, drückt man an der rechten Seite auf die Menütaste und hat die fünf Unterkategorien auf dem gut leserlichen OLED-Display vor sich. Im Unterschied zu anderen Handys kann man bei diesem Gerät unter «Einstellungen» beispielsweise wählen zwischen der Textgrösse klein, gross und jumbo – letztere hat allerdings den Nachteil, dass längere Wörter nicht komplett auf das Display passen und langsam durchlaufen.

Wach durch den Radetzky-Marsch

Ein weiterer Unterschied zu normalen Handys ist die Auswahl an Klingel- und Weckmelodien. Hat man bei den meisten Geräten die neusten Beats und Melodien draufgeladen, wählt man beim Elegance zwischen dem Radetzky-Marsch, der Ouvertüre aus der «Wilhelm Tell»-Oper, einem Boogie Woogie und einem ganz und gar unauffälligen Summen, das sich «Bird» nennt.

Eine grosse Hilfe im Alltag kann auch die Einstellung «Maximum Buzz» sein. Ist diese eingeschaltet, ertönt der gewünschte Klingelton in maximaler Lautstärke – dieser ist wirklich nicht zu überhören – und mit Vibrationsalarm. Auch die Tastentöne und der SMS-Ton sind aufs Maximum geschaltet.

Eine simple Fotokamera wäre wünschenswert

Fazit: Das Elegance macht seinem Namen alle Ehre, da es wirklich, trotz grosser Tasten, schick und edel daherkommt. Worüber sich mancher potenzielle Käufer noch freuen würde, wäre eine integrierte, einfach zu bedienende Fotokamera. Schliesslich möchte man ja auch mal den Freunden die Mobile-Generation von morgen zeigen.

Technische Daten zum Emporia Elegance: Dualband-Mobiltelefon mit OLED Farbdisplay und extralauten Lautsprechern und Freisprecheinrichtung. Interner Speicher: 100 Telefonbucheinträge und 100 SMS. Das 92 Gramm schwere Handy kostet im Handel ohne Abo 199 Franken und ist bei MElectronic, Fust, der Schweizer Post, Media Saturn, Brack Electronics und Electronic Partner erhältlich.

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