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iPhone-Prototyp in Tequila-Bar vergessen

Letztes Jahr das iPhone 4, jetzt das iPhone 5: Laut «Cnet» hat erneut ein Apple-Mitarbeiter einen Handy-Prototyp liegen lassen – diesmal aber nicht in einem Biergarten, sondern in einer mexikanischen Bar.

Der Schauplatz des Vergessens: Bar Cava22 in San Francisco.
Der Schauplatz des Vergessens: Bar Cava22 in San Francisco.
Cultofmac.com

Wie das amerikanische Techportal Cnet.com schreibt, soll Apple in einer Bar in San Francisco ein Prototyp des im Herbst erwarteten iPhone 5 abhanden gekommen sein.

Anders als im Fall des 2010 vergessen gegangenen iPhone 4 gibt es aber (noch) keine Bilder des Smartphones. Dem Medienbericht zufolge wurde es für 200 Dollar auf Craigslist.com verkauft.

Apple soll dank einer Ortungssoftware das in der mexikanischen Bar Cava22 verlorene Gerät ausfindig gemacht haben und daraufhin in einer Wohnung in San Francisco eine Hausdurchsuchung beantragt haben – ohne Erfolg. Der Bewohner hat gegenüber der Polizei dementiert, im Besitz des Prototyps zu sein.

«Ich glaube, ich sollte weniger Alkohol in meine Drinks tun»

Laut Cnet hat José Valle, der Besitzer der Bar, bestätigt, mehrmals von einem Kunden wegen eines verlorenen iPhones kontaktiert worden zu sein. Er sei aber weder von der Polizei noch von Apple befragt worden. «Ich glaube, ich sollte weniger Alkohol in meine Drinks tun», so Valle gegenüber Cnet.com.

Die Parallelen zum Fall des iPhone 4 sind augenscheinlich: Im März 2010 liess der bei Apple angestellte Robert Gray Powell einen Prototyp liegen – nicht in einem mexikanischen Restaurant in San Francisco, sondern in einem deutschen Biergarten in Redwood City.

Daraufhin kaufte Gizmodo dem Finder das bis dahin geheime iPhone 4 für 5000 Dollar ab, testete es und stellte ein Video online. Das hatte Folgen: Die Polizei liess die Wohnung von Gizmodo-Redaktor Jason Chen durchsuchen und beschlagnahmte diverse Hardware.

Verkäufer des iPhone 4 wird angeklagt

Vor wenigen Tagen liess der zuständige Bezirksanwalt die Anklage gegen Chen fallen. Brian Hogen jedoch, der das Gerät an Gizmodo verkauft hat, droht wegen Hehlerei und Unterschlagung eine einjährige Gefängnisstrafe sowie eine Busse von 1000 Dollar.

1. Update vom 2. September: Laut dem Blog von «Sfweekly» hat das San Francisco Police Departement keine Kenntnis von einer polizeilichen Untersuchung. «Wir wissen nicht, wer die Quelle von ‹Cnet› ist», so Mediensprecher Albie Esparaza.

2. Update vom 2. September: Wegen des Verkaufs des verloren gegangenen Prototypen des iPhones 4 von Apple ist vor einem kalifornischen Gericht Anklage gegen zwei Amerikaner erhoben worden. Wie die Zeitung «San Jose Mercury News» berichtete, plädierten die Anwälte eines 28-Jährigen und eines 22-Jährigen am Donnerstag auf nicht schuldig. Der iPhone-Prototyp war im März 2010 in einer Bar in der Stadt Redwood City gefunden worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verkaufte einer der beiden Angeklagten das Gerät für 5'000 Dollar an den Betreiber des Technologie-Blogs Gizmodo. (DAPD)

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