Zum Hauptinhalt springen

Digitale Retter in der Bilderflut

Wie zeigt man möglichst einfach seine Reiseeindrücke Familie und Freunden? Zur Verwaltung der Datenschätze auf dem Computer haben sich eine Handvoll Lösungen bewährt.

Die Sehenswürdigkeiten dieser Welt scheinen von Einäugigen bevölkert. Das zweite Auge vieler Touristen versteckt sich nämlich hinter einer Fotokamera. Folge davon: Hunderte von Fotos warten auf Speicherkärtchen darauf, archiviert, verschickt oder im Internet publiziert zu werden.

Fröhlich knipsend werden unzählige Reiseeindrücke festgehalten. Zu Hause mutiert die Bilderflut dann aber schnell zum Fluch: Wie soll man den Spreu vom Weizen trennen und – noch viel wichtiger – wie zeigt man möglichst einfach seine Reiseeindrücke Familie und Freunden?

Gute Kameras verhalten sich wie Speichersticks

Die Zeiten, als Papierbilder jahrelang in Schuhschachteln vergilbten, weil sie nie in Alben geklebt wurden, sind jedenfalls vorbei. Heute modern Fotos auf den digitalen Datenfriedhöfen – sprich auf Speicherkärtchen und Festplatten – vor sich hin.

Am einfachsten ist es, die Fotos vom Speicherkärtchen auf die PC-Festplatte zu zügeln. Gute Kameras verhalten sich nach dem Anstöpseln via USB-Kabel wie ein USB-Speicherstick oder eine externe Festplatte – die Bilder können also mit den bekannten Mausgesten transferiert werden.

Bewährte Software...

Zur Verwaltung der Datenschätze auf dem Rechner haben sich eine Handvoll Lösungen bewährt. Die Apple-Fraktion setzt auf iPhoto, Microsoft-Fans auf Windows Live Photo Gallery, die Google-Freunde auf das kostenlose Picasa und die Halbprofi-Fraktion auf kostenpflichtige Helfer wie Photoshop Elements oder das deutsche Photoline.

Gute Programme ordnen Bilder automatisch nach Aufnahmezeitpunkt. Wurden Fotos mit einem modernen Smartphone mit GPS-Empfänger erstellt, lassen sich diese manchmal auch nach Aufnahmeort sortieren.

... mit futuristischen neuen Funktionen

Ein gespenstisch anmutendes Feature guter Bildverwalter ist die automatische Gesichtserkennung. Man muss eine Person dazu einmalig auf einem Bild bezeichnen. Danach listet der Computer nach einer längeren Denkpause alle Fotos auf, auf denen dieses Gesicht auch zu sehen ist.

Andere Merkmale wie «Sommerferien 2011» kann man mit Markierungen (Tags) einzelnen Fotos oder ganzen Bildergruppen zuweisen. Selbstverständlich verschönern alle obigen Helfer noch nicht perfekte Bilder und kleben mehrere Aufnahmen zu Panoramen zusammen.

Schaufenster für die Bilderpracht

Als Nächstes gilt es, Freund und Feind mit Selbstgeknipstem ein wenig neidisch zu machen. Die Zeiten, als man einfach deren Posteingang mit Fotopaketen zumüllte, sind indes vorbei. Wer Fotos dennoch per E-Mail verschickt, sollte tunlichst deren Dateigrösse reduzieren und sich auf zwei bis drei Kunstwerke beschränken.

Besser ist es, seine fotografischen Fähigkeiten im Internet zu zeigen. Unzählige Anbieter stellen den dafür nötigen Speicherplatz kostenlos zur Verfügung. Microsoft und Google haben in ihre oben erwähnten Programme die Funktion zum Publizieren von Fotos im Internet nahtlos mit den Bildverwaltern verknüpft.

Wenige Mausklicks genügen, um eine Bildersammlung als Diashow ins Web zu transferieren. Allfälligen Besuchern lässt man dann einfach per E-Mail den Internetlink zur Bilderpracht zukommen.

Mit Musik und Animationen

Wer allerdings nicht will, dass sich die ganze Welt über seine Bauchfalten amüsiert, sollte bei den Bildergalerien im Internet genau abklären, wer alles solche Bilder betrachten kann und wie sie sich wieder aus dem Web entfernen lassen. Will man sein Bilderalbum mit Musik oder ausgefallenen Animationen ergänzen, findet man mit Spezialisten wie Shwup, Smilebox, Picturetrail, Flixtime und Slide (alle unter .com zu erreichen) meist kostenlose Helfer.

Wer dem guten alten Dia-Abend nachtrauert, sollte die Fähigkeiten seines Grossbild-TV nutzen. Kameras kooperieren auf verschiedene Art mit dem Fernseher. Verfügt der Fotoapparat über eine HDMI-Dose, kann man Fotos digital in hoher Auflösung direkt am TV betrachten. Alternativ können die meisten TV-Geräte die Speicherkärtchen der Kameras lesen und die Bilder so in ansehnlicher Qualität am Bildschirm anzeigen.

SDA/ah/rek

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch