Zum Hauptinhalt springen

Das bringt der Tech-Frühling

Neue Smartphones, Fotokameras und andere Gadgets stehen in den Startlöchern. Eine Vorschau.

Das Nokia 3310 war eines der Highlights am letztjährigen Mobile World Congress. Heuer dürfte sich Samsung einen der Top-Plätze sichern. Bereits sind erste Bilder ...
Das Nokia 3310 war eines der Highlights am letztjährigen Mobile World Congress. Heuer dürfte sich Samsung einen der Top-Plätze sichern. Bereits sind erste Bilder ...
Keystone
... des Galaxy S9 aufgetaucht. Sie zeigen die Doppelkamera des grösseren Modells und den neu platzierten Fingerabdrucksensor. Auffällig ist auch, dass der obere Bildschirmrand dicker ist als der untere.
... des Galaxy S9 aufgetaucht. Sie zeigen die Doppelkamera des grösseren Modells und den neu platzierten Fingerabdrucksensor. Auffällig ist auch, dass der obere Bildschirmrand dicker ist als der untere.
Evleaks/Twitter
Anfang Januar hat Nikonrumors.com berichtet, dass die neue Nikon-Kamera ein neues Objektiv-System namens Z Mount einführen wird. Ob das abgebildete Patent aber tatsächlich das neue System und die neue Kamera zeigt, ist sich der Blog nicht sicher.
Anfang Januar hat Nikonrumors.com berichtet, dass die neue Nikon-Kamera ein neues Objektiv-System namens Z Mount einführen wird. Ob das abgebildete Patent aber tatsächlich das neue System und die neue Kamera zeigt, ist sich der Blog nicht sicher.
Nikonrumors.com
1 / 7

Samsung

Der Marktführer wird am 25. Februar in Barcelona am Mobile World Congress, der wichtigsten Fachmesse rund um Smartphones und Co., sein diesjähriges Top-Modell, das Galaxy S9, vorstellen. Im Vorfeld der Veranstaltung sind bereits zahlreiche Fotos aufgetaucht, die das neue Gerät zeigen sollen. Demnach dürfte es erneut ein kleineres und ein grösseres Galaxy geben. Das grössere Modell hat neu eine Doppelkamera, wie sie Huawei und Apple schon länger im Sortiment haben. Samsung hat im letzten Herbst mit dem Note 8 nachgezogen und auch ein Handy mit Doppelkamera vorgestellt.

Neu ist an den beiden Galaxy-Modellen die Platzierung des Fingerabdrucksensors. Der befindet sich nun nicht mehr gleich neben der Kameralinse, sondern unterhalb. So dürfte das Risiko kleiner sein, dass man die Linse verschmiert, wenn man das Telefon entsperren möchte. Apropos Entsperren: Entsperren per Gesichtserkennung soll deutlich verbessert werden. In unserem Test des letztjährigen Galaxy S8 war das die grösste Schwäche des Geräts. Was andere Neuheiten angeht, darf man gespannt sein. Seit Jahren verspricht Samsung ein Handy mit bieg- oder auffaltbarem Bildschirm. Darauf wird man sich wohl weiter gedulden müssen. Ende März findet in Basel die Uhrenmesse statt. Dort war Samsung letztes Jahr mit einem sympathisch kleinen Stand vertreten. Ob der Konzern heuer seine Präsenz ausbaut und Neuheiten dabeihat?

Apple

Für einmal ist bei Apples Plänen nicht alles nur Spekulation. Sicher kommt diesen Frühling ein Update auf iOS 11.3, und der Homepod sollte im selben Zeitrahmen nach Deutschland und Frankreich kommen. Noch offen ist, wann Apples Drahtlos-Ladematte namens AirPower auf den Markt kommt. Die offizielle Formulierung ist nach wie vor: «2018».

Als gesetzt darf man auch neue Armbänder für die Apple Watch verstehen. Im letzten Jahr hat Apple am 22. März ohne eine spezielle Veranstaltung nebst neuen Armbändern auch ein rotes iPhone 7 und ein neues iPad angekündigt. Heuer gibt es immer wieder Gerüchte, dass Apple auf ähnliche Art und Weise ein neues iPhone SE vorstellen könnte. Was die Nachfolger der aktuellen Top-iPhones angeht, sollte man nicht vor Anfang September mit einer Ankündigung rechnen. Auch ein mögliches randloses iPad mit FaceID und ohne Homeknopf dürfte wohl erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Neue Macbooks und der in Arbeit befindliche Mac Pro könnten jederzeit angekündigt werden. Die jährliche Entwicklerkonferenz im Juni wäre der ideale Zeitpunkt, um den Profi-Mac vorzuführen.

Huawei

Der aufstrebende chinesische Handyhersteller dürfte auch heuer einiges daransetzen, um weiter zu Samsung aufzuschliessen und Apple in den Statistiken hinter sich zu lassen. Lange Zeit sah es so aus, als würde Huawei am Mobile World Congress in Barcelona das neue Top-Smartphone namens P20 vorstellen. Eine grosse Kongresshalle, in der sonst Samsung häufig seine Shows abhielt, war bereits für den 25. Februar gemietet. Doch dann die Überraschung: Huawei wird das Telefon voraussichtlich einen Monat später in Paris vorstellen, wie Einladungen an amerikanische Medien zeigen. Die Vermutung liegt auf der Hand, dass Huawei vermeiden wollte, das eigene Top-Smartphone am selben Tag wie Samsung vorzustellen.

Die Frage ist nun, was zeigt Huawei am 25. Februar in der riesigen Halle in Barcelona? Eine Uhr vielleicht? Die erste Huawei-Uhr wurde schliesslich in Paris vorgestellt. Da wäre es ja eine elegante Strategie, wenn Huawei einfach das Handy nach Paris verschoben und die Uhr von Paris nach Barcelona vorgezogen hat. Noch spannender als Präsentationstermine ist allerdings die Frage, was bringt das P20. In meinem Test des aktuellen Top-Handys von Huawei spekulierte ich über die Möglichkeit einer Dreifach-Kamera. Und wie es die Einladung suggeriert (siehe Bildstrecke), hat das nächste Huawei-Handy genau so eine. Eine Kamera für Farbfotos, eine für Schwarzweiss und eine für Zoom wäre auf jeden Fall eine interessante Entwicklung.

Sony

Auch wenn Sonys Smartphone-Geschäft nicht zu den erfolgreichsten der Branche gehört und auch im Konzern selbst eine Nebenrolle spielt, geben die Japaner nicht auf. Erst kürzlich hat der abtretende Sony-Chef noch einmal bekräftigt, wie wichtig es sei, einen Fuss in der Tür zu behalten. Erstaunlich war in den letzten Jahren bei Sony vor allem, wie sich die Firma, die Fotosensoren für fast alle Konkurrenten und mit die besten Fotokameras baut, in Sachen Handyfotografie schwertut. Abgesehen von einer technisch spektakulären, aber nicht alltagstauglichen Superzeitlupe und anderen Gimmicks wie 3-D-Scanning kamen die wirklich alltagstauglichen und nützlichen Innovationen wie Doppelkameras, Computational Photography, Augmented Reality von der Konkurrenz.

Erste Gerüchte deuten nun darauf hin, dass Sony am Mobile World Congress erst einmal ein Handy mit Doppelkamera vorstellen könnte. Aber einfach nur eine grundsolide Doppelkamera wird kaum reichen, wenn Konkurrenten wie Google, Apple, Samsung und Huawei die Entwicklung ihrer Handykameras weiter derart rasant vorantreiben.

LG

Der südkoreanische Konkurrent von Samsung hat letztes Jahr am Mobile World Congress seine nur ein Jahr zuvor lancierte modulare Strategie wieder zurückgezogen und ein vergleichsweise gewöhnliches Handy vorgestellt. Heuer dürfte es der Konzern noch ruhiger angehen lassen. Grosse Neuheiten dürften vorerst ausbleiben. Die Rede ist von einer neuen Variante oder einem Update des aktuellen Top-Geräts namens V30. Künstliche Intelligenz soll dabei eine zentrale Rolle spielen. Die Vision Ai genannte Technologie soll dabei helfen, bessere Fotos zu schiessen.

Nokia

Der einstige Handy-Primus konnte sich am letztjährigen Mobile World Congress über ein viel beachtetes Comeback freuen. Die Neuauflage des Klassikers 3310 war für viele Besucher eines der Messe-Highlights. Dass es streng genommen nicht von Nokia, sondern von HMD Global, einer Firma, die die Namensrechte gekauft hat, stammt, war in der Euphorie nebensächlich. Zur Nebensache verkamen auch die restlichen Mittelklasse-Android-Smartphones, die im Schatten des Handy-Oldies ebenfalls vorgestellt wurden. Heuer könnte HMD mit dem Nokia 9 ein Smartphone vorstellen, das es bei Preis und Funktionen mit den grossen Konkurrenten aufnehmen kann.

Google

Statt neuer Geräte gibt es von Google wohl nur neue Software. In den letzten zwei Jahren hat der Techkonzern jeweils im März erste Vorabversionen der neuen Android-Version vorgeführt. Heuer wäre das Android P. Aus Schweizer Sicht wäre es zudem wünschenswert, die Pixel-Handys und andere Google-Geräte wie die Home-Lautsprecher kämen in die Schweiz.

Gespannt sein darf man, welche Rolle Google heuer an der Basler Uhrenmesse spielen wird. Im letzten Jahr haben zahlreiche Uhrenhersteller Smartwatches mit der Google-Software Android Wear vorgestellt. Es wäre der ideale Zeitpunkt, um zu beweisen, dass Google nach wie vor voll hinter Android Wear steht und dass sich das Projekt nach dem Abgang des Chefs nicht auf einem Abstellgleis befindet.

Microsoft

Besonders schwer vorherzusagen sind die Neuheiten von Microsoft. Im letzten Mai hat der Konzern mit dem Surface Laptop das erste Notebook des Konzerns vorgestellt, das nicht gleichzeitig auch noch ein Tablet ist. Auch wenn nicht klar ist, was Microsoft heuer für einen Zeitplan verfolgt, dürfte es rund um die Surface-Reihe spannend werden. Um den Jahreswechsel wurden erste Windows-Laptops und -Tablets mit ARM-Prozessoren statt der gewohnten Intel-Chips angekündigt. Diese Prozessoren kennt man aus der Android- und iOS-Welt. Sie können sich mit dem LTE-Netz verbinden und bieten Akkulaufzeiten von über 20 Stunden – und natürlich läuft das volle Windows 10 darauf. Solche Geräte dürften dieses Jahr viele auf den Markt kommen.

Dass Microsoft da nicht untätig zuschaut, dürfte klar sein. Ein richtig ausdauerndes Surface mit dem vollen Windows wäre schon mal sehr vielversprechend. Doch kann man sich mit den neuen Prozessoren auch ganz neue Formen vorstellen. Ja, sogar das seit Jahren durch die Gerüchteküchen geisternde Surface Phone scheint plötzlich realistischer denn je.

Facebook

Auch das soziale Netzwerk oder vielmehr die Firma dahinter könnte heuer unter eigenem Namen ins Hardware-Geschäft einsteigen. Bisher tat sie dies in erster Linie mit gescheiterten Smartphone-Kollaborationen und der Oculus-Virtual-Reality-Brille. Die Rede ist von einem Gerät fürs Wohnzimmer, das eine Mischung aus iPad, Amazon Echo und Videotelefon sein soll. Die eigene Entwicklerkonferenz Anfang Mai wäre der ideale Zeitpunkt für die Ankündigung eines solchen Geräts. Ob man das dann auch in der Schweiz bekommt und ob man es sich in die Stube stellen will, ist eine andere Frage.

Fotografie

Auch im Bereich der Fotografie wird dieses Jahr einiges passieren. Nachdem sich Canon und Nikon bisher nur halbherzig für spiegellose Systemkameras interessiert und dies Feld Sony, Fuji, Olympus und Co. überlassen haben, dürfte heuer mindestens Nikon im grossen Stil in diesen Markt einsteigen. Die Rede ist seit längerem von einer Vollformat-Systemkamera, wie sie Sony mit der A7/A9 schon hat. Ob die neue Nikon-Kamera aber schon an einer Fotomesse im Frühjahr gezeigt wird oder erst später, ist unklar. Fest steht aber schon jetzt: Wenn die zwei Grossen in diesen Markt einsteigen, dürfte das die etablierten Firmen zu noch mehr Höchstleistungen anspornen, als es der rapide schrumpfende Kameramarkt ohnehin schon tut.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch