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Apple-Ermittler als falsche Polizisten?

Der Fall des verlorenen iPhone-5-Prototyps nimmt groteske Züge an: Von Apple eingesetzte Detektive sollen sich als Mitglieder des San Francisco Police Department ausgegeben und einen 22-Jährigen bedroht haben.

Einsätze dubioser Gestalten bei der Jagd nach dem verlorenen iPhone5: Apple, hier der Hauptsitz im kalifornischen Cupertino.
Einsätze dubioser Gestalten bei der Jagd nach dem verlorenen iPhone5: Apple, hier der Hauptsitz im kalifornischen Cupertino.
Keystone

Ein Apple-Mitarbeiter (nicht der erste)soll einen Prototypen des neuen iPhone 5 in einer Bar liegen gelassen haben (Redaktion Tamedia berichtete): Was einige Beobachter als raffinierte Marketingkampagne abtun, nimmt immer groteskere Züge an.

Die richtigen Polizisten blieben vor der Tür

Bewahrheiten sich die neusten Medienberichte aus San Francisco, hat Apple ein grosses Problem. Laut der Zeitung «San Francisco Weekly» waren es nicht nur Polizisten, die den Mann besucht haben, der verdächtigt wird, den iPhone-Prototypen mitgenommen zu haben: Zwei der sechs Personen, die sich vor der Haustüre von Sergio Calderóns Wohnung als Polizisten in Zivil ausgegeben haben, sollen von Apple beauftragte Privatermittler gewesen sein. Doch damit nicht genug: Während die vier Polizisten vor der Haustüre warteten, haben die Privatdetektive offenbar die Wohnung nach dem Geheim-iPhone durchsucht. Der iPhone-Prototyp wurde aber nicht gefunden.

Von Apple-Detektiven bedroht?

Einer der Ermittler hat laut Blogs.sfweekly.com dem 22-jährigen Calderón 300 Dollar für die Rückgabe des Geräts geboten. Dieser jedoch bestreitet bis heute, jemals im Besitz der Hardware gewesen zu sein. Das San Francisco Police Department (SFPD) bestätigt auf seiner Website die Kontaktnahme mit dem Mann.

«San Francisco Weekly» zitiert Calderón mit den Worten, dass er die Privatermittler nur darum in seine Wohnung liess, weil sich diese als SFPD-Mitglieder ausgegeben haben. Calderon berichtet, dass ihm (einem Lateinamerikaner) von den zwei Männern mit der Einwanderungsbehörde gedroht wurde.

«Dann ist das eine grosse Sache»

«Das muss untersucht werden», wird SFPD-Sprecher Troy Dangerfield von der Zeitung zitiert. «Wenn dieser Mann sagt, diese Leute hätten sich als Polizisten des SFPD ausgegeben, ist das eine grosse Sache». Laut kalifornischem Gesetz wird mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft, wer sich als Polizist ausgibt.

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