Swisscom kopiert Skype und Whatsapp

Mit iO lanciert der Schweizer Telecomkonzern seinen eigenen Kurznachrichtendienst und orientiert sich dabei stark an der Konkurrenz.

Telefonieren und schreiben: Ein Blick in die neue Swisscom-App.<br>Bild: PD

Telefonieren und schreiben: Ein Blick in die neue Swisscom-App.
Bild: PD

Der bereits gestern versehentlich vorab im Apple App Store veröffentlichte Messenger ist eine Mischung aus Skype und Whatsapp. Nutzer können damit Kurznachrichten verschicken und telefonieren. Die App selbst ist kostenlos, je nach Datenplan fallen aber Kosten für die Nutzung an.

Beim Service und den Datenkosten unterscheidet sich iO damit nicht von den Konkurrenzprodukten. Die Swisscom streicht in ihrer Pressemeldung jedoch die Swissness von iO heraus. So würden die Daten auf Schweizer Servern gelagert, die dem Schweizer Datenschutzgesetz unterliegen würden.

Die Swisscom hat sich mit der Lancierung von iO für einen anderen Weg entschieden als das holländische Telefonunternehmen KPN, das vor zwei Jahren die Nutzung von Messenger-Apps zu blockieren versucht hatte und vom Gesetzgeber zurückgepfiffen wurde. Swisscom-Chef Carsten Schloter hat sich im März an einem Open Hearing im Bundeshaus explizit gegen die Blockaden von Anwendungen wie Whatsapp ausgesprochen.

zei/ah

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