Versicherer bestätigt iPhone-Probleme

Laut einer neuen Studie ist das iPhone 4 schadensanfälliger als das Vorgängermodell 3G S. Das nächste Apple-Smartphone werde darum komplett überarbeitet, schreibt das «Wall Street Journal».

Glasklarer Fall: Beim iPhone 4 gibt es mehr Schadensmeldungen als beim Vorgängermodell 3G S. Im Bild: Besucher im Apple Store an der 5th Avenue in New York.

Glasklarer Fall: Beim iPhone 4 gibt es mehr Schadensmeldungen als beim Vorgängermodell 3G S. Im Bild: Besucher im Apple Store an der 5th Avenue in New York.

(Bild: Reto Knobel)

Das iPhone 4 besitzt eine neuartige Glasoberfläche, sowohl auf der Vor- als auch auf der Rückseite. Sie soll besonders stabil sein: Bei der Präsentation des neuen Geräts erklärte Hersteller Apple, das Smartphone sei viel härter als Kunststoff und weniger kratzempfindlich.

Doch stimmt das? Seit einigen Tagen berichten Blogger von Glasschäden am iPhone 4. Das neue Apple-Handy, so der Tenor, sei keinesfalls weniger schadensanfällig als sein Vorgänger 3G S, wie von Apple propagiert.

Handelt es sich dabei nur um subjektive und nicht nachprüfbare Berichte, legt Squaretrade nun Fakten vor. Das amerikanische Versicherungsunternehmen hat 20'000 iPhone-Unfälle analysiert. Die wichtigsten Resultate:

  • Beim iPhone 4 betreffen laut Squaretrade 82 Prozent aller Schadensmeldungen den kaputten Bildschirm. Beim Vorgängermodell waren es «nur» 76 Prozent.
  • Verglichen mit dem gleichen Zeitraum nach der Einführung des Modells 3G S hätten fast 70 Prozent mehr iPhone-4-Besitzer in den ersten vier Monaten seit dem Verkaufsstart im Frühsommer Schäden gemeldet.
  • Die Schadensquote (alle Schäden eingerechnet, nicht nur kaputtes Glas) beträgt laut dem Versicherer 4,7 Prozent, auch diese Zahl liegt deutlich höher als die entsprechende 3G-S-Quote (2,8 Prozent).
  • Squaretrade geht davon aus, dass bis nächsten Sommer 15 Prozent aller iPhone-4-Besitzer einen Handyunfall melden werden.

Gemäss einem Bericht von Gdgt.com bestätigen Apple-Mitarbeiter und Zubehör-Produzenten das Problem. Wie das «Wall Street Journal» schreibt, soll der iPhone-4-Nachfolger (kommt 2011) mit einer völlig überarbeiteten Rückseite ausgestattet werden.

Apple hatte das iPhone 4 im Juni auf den Markt gebracht. Das Gerät entwickelte sich sofort zu einem Kassenschlager. Allerdings gab es dann schnell Berichte, wonach der Empfang zeitweise gestört ist. Apple entschuldigte sich und stellte kostenlose Schutzhüllen zur Verfügung.

rek

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