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Wie Steve Jobs Apple fast verloren ging

Laut einer neuen Dokumentation wollten Sergey Brin und Larry Page den Apple-Mitgründer zum Google-Chef machen. Eric Schmidt war nur zweite Wahl.

Zwei Chefs, die beide für den Google-Chefposten infrage kamen: Apple-Mitgründer Steve Jobs (links) und Eric Schmidt.
Zwei Chefs, die beide für den Google-Chefposten infrage kamen: Apple-Mitgründer Steve Jobs (links) und Eric Schmidt.
Reuters

Als sich die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page zu Beginn dieses Jahrzehnts nach einem Chef für ihre Suchmaschine umsahen, kamen sie auch mit Steve Jobs zusammen. Das Ergebnis: Brin und Page wollten den Apple-Chef. Unbedingt.

Laut «Game Changers», einer Dokumentationsreihe des Nachrichtensenders Bloomberg, führten die Google-Gründer damals Gespräche mit einem Dutzend Kandidaten. Keiner der Bewerber für den Chefposten konnte sie allerdings so überzeugen wie Steve Jobs. Dieser habe den Posten allerdings abgelehnt. Jobs' Ziel zu dieser Zeit sei es gewesen, Apple wieder konkurrenzfähig zu machen.

«Hippie-Fan» Schmidt

Eric Schmidt war also nur zweite Wahl. Doch warum Schmidt? Der 55-jährige studierte Informatiker wirkt ausgesprochen diplomatisch und pragmatisch – und kommt also quasi als Antithese zu Choleriker Steve Jobs daher. Die Antwort: Die Wahl Schmidts sei ein Bauchentscheid gewesen, so «Game Changers». Schmidt habe sich als Fan des Hippie-Festivals Burning Man zu erkennen gegeben, was die unkonventionellen IT-Macher extrem beeindruckt habe.

Pikant: Schmidt war bis Sommer 2009 Mitglied des Apple-Verwaltungsrats. Angesichts der zunehmenden Konkurrenz der beiden US-Konzerne wurde Schmidts Sitz in dem Gremium aber immer problematischer. Damals hiess es, beide Seiten hätten «einvernehmlich entschieden, dass nun der richtige Zeitpunkt für den Rücktritt» sei.

«Applegoo» ist definitiv vom Tisch

In der Folge kühlte die Liebe zwischen den beiden IT-Konzernen, die 2007 scherzhaft auch schon über eine Fusion der Unternehmen spekulierten («Applegoo»), merklich ab. Jobs, der sich mehrmals mit dem Google-Duo traf, um Zukunftstechnologien zu besprechen, machte dieses Jahr mehrmals seinen Unmut über Google Luft. Erst letzte Woche griff Jobs Brin und Page wegen deren Handysoftware Android mit scharfen Worten an.

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