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Wen Google am meisten fürchtet

Konzernchef Eric Schmidt sprach in einem Interview darüber, was er bei Apple für das Hauptproblem hält. Und wen er als grössten Konkurrenten für Google ansieht.

Google-Chef Eric Schmidt stand in einem Videointerview dem«Wall Street Journal» Red und Antwort. Trotz des rasanten Wachstums des sozialen Netzwerks Facebook – mittlerweile über eine halbe Milliarde Nutzer – sieht er diesen Gegner nicht als Hauptkonkurrenten. Vielmehr fürchtet sich der Suchmaschinenkonzern vor Microsoft respektive dessen Suchmaschine Bing. Microsoft habe sowohl mehr Geld als auch mehr Ingenieure als Google.

Tatsächlich ist Bing bereits die Nummer 2 auf dem amerikanischen Markt: Laut einer Marktanalyse von Nielsen laufen 13,9 Prozent aller Suchanfragen in den USA über Bing, Yahoo erreicht nur mehr einen Marktanteil von 13,1 Prozent. Google bleibt mit einem Suchanteil von 65 Prozent indes unangefochten an der Spitze.

«Ein extremes Beispiel»

Längerfristig, so Schmidt weiter, seien offene Systeme immer erfolgreicher als geschlossene – und Apple sei «ein extremes Beispiel eines geschlossenen Systems». Gleiche Hardware, gleiche Programme, gleicher Online-Laden – Apple verweigere sich Alternativen. Google hingegen stelle Android gratis zur Verfügung, was viele Handyhersteller dazu bewogen habe, mit diesem Betriebssystem zu arbeiten.

Diese Aussagen will der Google-Chef aber nicht als harte Kritik interpretiert wissen. Schmidt betont, dass er Steve Jobs nicht nur als Konkurrenten, sondern auch als Partner sehe. Ausdruck dieser Wertschätzung ist die Verlängerung des Suchabkommens zwischen Apple und Google – die Google-Suche bleibt laut Aussagen von Schmidt als Standardeinstellung auf dem iPhone bestehen.

Scharf auf Facebook-Daten

Schmidt ist derzeit auf einer «Tour de Media». Vor dem Auftritt beim «Wall Street Journal» äusserte er sich auf einer Konferenz zum Erfolg von Facebook. Das Einverständnis der Nutzer vorausgesetzt könne Google «mehr über die Freunde der Nutzer wissend massgeschneiderte Empfehlungen liefern». Die Suchqualität könne so definitiv «besser werden».

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