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«Panik-Knopf» für Teenager

Mit einer neuen Facebook-Funktion will Grossbritannien sexuelle Übergriffe durch das Netz verhindern.

Gefährliches Netzwerk: Sextäter nutzen vermehrt Internetplattformen wie Facebook, um in Kontakt mit Jugendlichen zu kommen.
Gefährliches Netzwerk: Sextäter nutzen vermehrt Internetplattformen wie Facebook, um in Kontakt mit Jugendlichen zu kommen.

Mit einem «Panik-Knopf» will das soziale Netzwerk Facebook Teenager in Grossbritannien besser vor Sextätern schützen. Nutzer der britischen Website im Alter zwischen 13 und 18 Jahren würden ab Montag automatisch aufgefordert, die Zusatzfunktion in ihrem Online-Profil zu installieren, teilte Facebook in London mit. Mit dem Knopf können Jugendliche mögliche Sextäter umgehend an die britische Kinderschutzinitiative CEOP und Facebook melden.

Es sei «eine traurige Tatsache», dass Sexualstraftäter immer stärker soziale Netzwerke nutzten, um in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen zu kommen, sagte der für Verbrechensverhütung zuständige britische Staatssekretär James Brokenshire. Diese Lösung sei «eine echte Hilfe». In Grossbritannien war der «Panik-Knopf» gefordert worden, nachdem Anfang des Jahres ein Serienvergewaltiger verurteilt worden war. Er hatte sich auf Facebook als Junge ausgegeben, um minderjährige Mädchen anzulocken.

Abschreckende Wirkung

Gespräche mit Sexualtätern hätten gezeigt, dass sichtbare Hinweise auf den Schutz von Minderjährigen im Netz abschreckend wirken könnten, erklärte Jim Gamble von der Kinderschutzinitiative CEOP, mit der Facebook die Funktion entwickelt hat. Die Europa-Vizepräsidentin von Facebook, Joanna Shields, betonte, es gebe keine Patentlösung, das Internet für Jugendliche sicherer zu machen. Internet-Industrie, Polizei und Eltern müssten daran ständig arbeiten.

AFP/cra

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