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«Microsoft hechelt Google und Apple hinterher»

Der grösste Softwarekonzern der Welt kauft die Chat- und Telefoniesoftware Skype – und blättert dafür 8,5 Milliarden Dollar hin. Analysten betrachten den teuersten Kauf der Firmengeschichte skeptisch.

Steve Ballmer kann sein Glück nicht fassen: «Skype ist ein fantastisches Angebot, das von Millionen Leuten geschätzt wird», frohlockt der Microsoft-Chef. «Zusammen werden wir die Zukunft der Echtzeit-Kommunikation schaffen, sodass jeder ganz leicht mit seiner Familie, Freunden, Kunden und Kollegen überall auf der Welt in Verbindung bleiben kann.»

Schweizer Analysten zeigen sich vom heute bekannt gegebenen Zukauf indes weniger begeistert: «Der Zweck des Kaufs leuchtet mir nicht ganz ein – zumal der Kaufpreis von 8,5 Milliarden sehr hoch ist. Vor etwa eineinhalb Jahren bezahlte der Mehrheitsverkäufer, die Investorengruppe Silverlake, nur 1,9 Milliarden Dollar an Ebay für 70 Prozent der Aktien», sagt Technologieanalyst Ulrich Kaiser von der Credit Suisse. «Skype wurde damals also mit 2,75 Milliarden bewertet. Wirtschaftlich macht der Kauf für mich – im Moment zumindest – keinen grossen Sinn.»

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