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Mark Zuckerbergs prominentestes Opfer

Einst war Myspace das weltgrösste Online-Netzwerk. Jetzt gibt die Plattform von Milliardär Rupert Murdoch den direkten Wettstreit um Grösse endgültig auf.

Von Facebook in die Ecke gedrängt: Myspace-Eigner Rupert Murdoch.
Von Facebook in die Ecke gedrängt: Myspace-Eigner Rupert Murdoch.
Reuters

Myspace gibt den direkten Wettstreit um Grösse endgültig auf und will mit einem Neustart vor allem als Unterhaltungs-Plattform punkten. Es stellte am Mittwoch eine umgebaute Website vor, die vor allem auf Musik und Video ausgerichtet ist. Das ist ein klares Eingeständnis, dass der inzwischen viel grössere Rivale Facebook den direkten Wettlauf der Sozialen Netzwerke um die Zahl der Mitglieder gewonnen hat.

«Die Nutzer kommen zu Myspace immer häufiger wegen der Medieninhalte - Musik, Filme, Spiele», sagte Myspace-Chef Mike Jones der Nachrichtenagentur dpa. Dagegen steuerten sie das Netzwerk weniger an, um mit Freunden zu kommunizieren. Darauf gehe Myspace jetzt ein. «Myspace will eine führende soziale Unterhaltungsplattform im Netz sein», gab Jones die Richtung vor.

Ko-Existenz statt Rivalität

Damit setzt Myspace in der Konkurrenz mit Facebook auf friedliche Ko-Existenz statt Rivalität. «Das neue Myspace ist eine Ergänzung zu anderen Plattformen. Es ist keine Alternative zu Facebook oder Twitter», sagte Jones überraschend deutlich.

Aber auch auf dem Unterhaltungs-Spielfeld hat Myspace starke Rivalen. So startete Apple auf Basis seines Online-Shops iTunes das Musik-Netzwerk Ping. Das Apple-Netz kam zwar nur eher zögerlich in Gang, dahinter steht aber ein Potenzial von Millionen zahlungsbereiten iTunes-Nutzern.

Ein teurer Kauf

Myspace wurde im Jahr 2003 lanciert und war lange das grösste Online-Netzwerk der Welt, bevor es von Facebook überrundet wurde. Facebook beziffert seine Mitgliederzahl auf 500 Millionen, Myspace zählt mehr als 100 Millionen Nutzer pro Monat. 2005 kaufte Rupert Murdochs News Corporation Myspace für 580 Millionen Dollar.

SDA/rek

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