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Internetprovider sollen Surfer kontrollieren

Verwarnungen, Überwachung und Netzsperren: Eine Arbeitsgruppe des Bundes will die Schraube gegen Onlinepiraterie deutlich anziehen. Unter den Vorschlägen sind einige brisante Ideen.

Künftig sollen Internetanbieter der Musik- und Filmbranche bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche helfen. Ein Internetnutzer mit Laptop.
Künftig sollen Internetanbieter der Musik- und Filmbranche bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche helfen. Ein Internetnutzer mit Laptop.
Gaetan Bally, Keystone
Nutzer von Onlinetauschbörsen stehen besonders im Visier der Rechteinhaber: Ein Surfer auf der Website Pirate Bay, die sozusagen ein Verzeichnis tauschbarer Dateien ist.
Nutzer von Onlinetauschbörsen stehen besonders im Visier der Rechteinhaber: Ein Surfer auf der Website Pirate Bay, die sozusagen ein Verzeichnis tauschbarer Dateien ist.
Marc Femenia, Keystone
Die Piratenparteien kämpfen politisch für weitreichende Reformen des Urheberrechts und die Legalisierung von Privat-Downloads. Eine Kundgebung in Stockholm.
Die Piratenparteien kämpfen politisch für weitreichende Reformen des Urheberrechts und die Legalisierung von Privat-Downloads. Eine Kundgebung in Stockholm.
Fredrik Persson, Keystone
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Dass das Internet das traditionelle Geschäft mit Datenträgern wie CDs und DVDs zunehmend verdrängt, beunruhigt Künstler und Produzenten. Klassische Geschäftsmodelle sind im Umbruch, noch haben sich längst nicht alle auf die Digitalisierung eingestellt. Das Internet sehen viele als Problemzone, denn neben legalen Kanälen wie Onlineshops oder Streaminganbietern bietet es Möglichkeiten, sich Filme, Musikstücke und Serien ohne Bezahlung zu verschaffen. Hier orten Künstlervertreter, Musik- und Filmbranche Handlungsbedarf. Auf ihren anhaltenden Druck und Drängen der US-Regierung hat Justizministerin Sommaruga 2012 eine Arbeitsgruppe lanciert. Der Name: Agur 12. Der Auftrag: Vorschläge zu erarbeiten, wie das Urheberrecht an die Entwicklung des Internets anzupassen wäre.

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