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«Ich werde mich um ihn kümmern, so wie er sich um mich kümmert»

Vom Facebook-Hund zum Freund fürs Leben: Golden Retriever «Noble» hilft einem gelähmten US-Soldaten beim Weg zurück in den Alltag

«Er reagiert fast wie ein Mensch»: Noble und der 23-jährige Marineinfanterist Sam Farr.
«Er reagiert fast wie ein Mensch»: Noble und der 23-jährige Marineinfanterist Sam Farr.
Keystone

«Noble» ist einer der vierbeinigen Stars auf Facebook mit Tausenden von Freunden. Er ist ein Golden Retriever, der von klein auf als Begleithund ausgebildet wurde. Online wurden täglich Geschichten von ihm veröffentlicht. Sam Farr ist ein 23-jähriger US-Marineinfanterist, der seit einem Autounfall gelähmt ist. Jetzt haben die beiden zueinander gefunden.

Farr ging direkt nach der Highschool zu den Marineinfanteristen. Er war gerade in North Carolina stationiert, als sich der Wagen, in dem er war, überschlug und er eine Rückenmarksverletzung erlitt. Erst nach Monaten wachte er in einem Krankenhaus in Georgia aus dem Koma auf. Er war gelähmt, konnte nicht gehen und auch seine Hände nicht bewegen.

«Er sprang mir direkt auf den Schoss»

Während der Rehabilitation besuchten ihn im Krankenhaus Freiwillige einer Gruppe, die sich Canine Assistants (Hunde-Helfer) nennt, mit Begleithunden, die Farrs Hand leckten. Als Farr gefragt wurde, ob er einen solchen Hund haben wolle, sagt er ja.

Nach 18 Monaten kamen nun «Noble» und Farr vor einigen Wochen erstmals zusammen. «Er sprang mir direkt auf den Schoss und leckte mir das Gesicht», sagt Farr. «Sie brachten auch zwei andere Hunde, aber denen musste ich immer Leckereien geben, damit sie reagierten. Bei ‹Noble› musste ich das nicht.»

Farr kann jetzt das Haus verlassen

Erst nachdem klar, dass es zwischen beiden stimmte, erklärten die Helfer von Canine Assistants Farr, dass «Noble» ein echter Facebook-Star ist. Und er versprach, die Fans seines Hundes auf dem Laufenden zu halten. «Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Hunde gehören zu der grössten Geschöpfe auf Gottes Erde. Ich werde mich um ihn kümmern, so wie er sich um mich kümmert.»

Ihr Sohn wisse den Wert einer Freundschaft zu schätzen, sagt Farrs Mutter, Crystal Farr. Inzwischen kann Farr mit «Noble» auch schon das Haus verlassen. Sie waren einkaufen, im Restaurant und im Kino. Aber «Noble» weiss auch, wenn Farr sich schlecht fühlt. «Er kommt dann in mein Zimmer und legt seinen Kopf in das Bett neben mir, damit es mir wieder besser geht.»

Helfer im Haushalt

Farr lässt immer wieder Sachen fallen, wie seine Mutter erklärt. Früher habe sie die Dinge wieder aufgehoben, aber jetzt mache das «Noble». «Er ist fantastisch. Manchmal vergesse ich, dass er ein Hund ist. Er reagiert fast wie ein Mensch.»

«Nobles» Facebook-Seite, die schon mehr als 34'000 Freunde zählt, ist Teil einer Werbekampagne für die Hundefuttermarke «Milk-Bone». Für jede Packung spendet der Hersteller Geld an die Organisation Canine Assistants.

dapd/rek

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