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Höflichkeit 2.0: Der Knigge für den digitalen Alltag

Umgang auf Facebook, Smartphone-Gebrauch in Gesellschaft oder Mails schreiben: Ein Benimm-Buch zeigt, wie man sich in der modernen Kommunikationswelt verhalten sollte.

In Gesellschaft am Smartphone herumspielen: Ok, wenn es die anderen auch tun.
In Gesellschaft am Smartphone herumspielen: Ok, wenn es die anderen auch tun.
AFP

Früher war alles einfacher: Ein Mann war ein Gentleman, eine Frau eine Dame und Knigge regelte seit über 200 Jahren, wie die Menschen miteinander umzugehen hatten. Und heute? Da beschäftigen uns Fragen wie «Ist es okay, wenn ich auf Facebook eine Freundschaftsanfrage ignoriere?».

Verhaltensregeln für Mails, SMS und Facebook

Genau diesen Fragen und digitalen Fettnäpfchen geht das Buch «eEtiquette: 101 Leitlinien für die digitale Welt» nach. Ein Team des Creation Centers der Telekom Laboratories hat in Zusammenarbeit mit dem Masterstudiengang Design Interactions des Londoner Royal College of Art und der Deutschen Kniggegesellschaft die grundlegenden Do's and Don'ts im kommunikativen Miteinander erforscht.

Die Empfehlungen des digitalen Lifestyles beschränken sich nicht nur auf Mails, die tagelang unbeantwortet bleiben, oder auf Mobiltelefonierer, die in Bussen und Zügen telefonieren, als seien sie die einzigen auf der Welt. Die Kategorien der «eEtiquette» umfassen alle relevanten Kommunikationskanäle wie SMS, Mail, Telefon, soziale Netzwerke, Videokonferenzen, Blogs, Chats etc.

12 Beispiele

Soziale Netzwerke: Facebook ist wie Kaffee – ohne Filter wirds bitter. Also: Teilen Sie Ihre digitalen Inhalte gezielt.Diskretion: Starren Sie nicht auf fremde Bildschirme. Verhalten Sie sich wie an einem FKK-Strand: Persönliches geht Sie hier nichts an.

  • Persönliche Bilder: Stellen Sie nur Bilder ins Netz, die Ihre Mutter freigeben würde.
  • E-Mail-Adresse: Mauseschatz69@hotmail.com verschliesst so manche Tür. Auch bei Ihrer E-Mail-Adresse zählt der erste Eindruck.
  • Facebook-Freunde: Sie könnten es bereuen, sich mit nahen Verwandten, Ex-Partnern, Mitarbeitern oder dem Chef in sozialen Netzwerken anzufreunden. Man vergisst schnell, wer alles in der Freundesliste ist.
  • Beziehung: Nur Star-Wars-Roboter R2D2 darf eine Beziehung digital beenden.
  • Korrespondenz: E-Mails, die in kleinen Buchstaben und mit falscher Zeichensetzung verfasst sind, lassen Sie ungebildet oder faul erscheinen.
  • Klingelton: Kleider machen Leute – Klingeltöne auch! Wählen Sie das akustische Accessoire bewusst.
  • Statusmitteilungen: Hunger und Ermüdung sind auf Facebook keine interessanten Statusmitteilungen. Teilen Sie Ihren Anhängern nur relevante Dinge mit.
  • Rendezvous: Schalten Sie beim Treffen das Handy aus.
  • SMS schreiben: Es ist okay, während des Essens eine SMS zu verschicken, solange dies alle am Tisch tun. Verwechseln Sie jedoch nicht die Gabel mit dem Handy.
  • Freundschaftsanfrage:Es ist erlaubt, auf Facebook eine Freundschaftsanfrage zu ignorieren. Eine sorgfältige Freundschaftswahl erhöht die Bedeutung der Verbindungen.

Was haben Sie schon erlebt? Was stört Sie besonders? Welche Grundsätze sind Ihnen in der neuen Kommunikationswelt wichtig? Schreiben Sie einen Kommentar!

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