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Hacker erklären Steubenville den Krieg

Nach einer Vergewaltigung haben die Behörden im US-Bundesstaat Ohio eine Aufklärungswebsite gestartet. Auch Cyberaktivisten haben sich in die Debatte eingeschaltet.

Unter dem Label der Hackergruppen Anonymous und KnightSec haben sich Aktivisten in die Debatte eingeschaltet: Demonstration vor dem Jefferson County Courthouse in Steubenville, Ohio. (29. Dezember 2012)
Unter dem Label der Hackergruppen Anonymous und KnightSec haben sich Aktivisten in die Debatte eingeschaltet: Demonstration vor dem Jefferson County Courthouse in Steubenville, Ohio. (29. Dezember 2012)
Keystone

Ein Vergewaltigungsfall spaltet eine Stadt im US-Staat Ohio. Um den sexuellen Übergriff auf eine 16-Jährige im August durch zwei ebenfalls 16-jährige Footballspieler in der Ortschaft Steubenville ist in den vergangenen Wochen eine hitzige Debatte entfacht.

Nun hat die Stadtverwaltung reagiert und eine Internetseite geschaffen, mit der sie Vorwürfen entgegenwirken will, das Footballteam kontrolliere die Politik der Stadt Steubenville.

Der Fall soll im kommenden Monat vor einem Jugendgericht verhandelt werden. Die Anwälte der mutmasslichen Täter weisen die Anschuldigungen zurück. Derweil machen Hacker im Internet Stimmung gegen die Behörden. In der vergangenen Woche stellten sie ein zwölfminütiges Video ins Netz, in dem sich ein junger Mann über die Kläger lustig macht.

Verhinderungstaktik der Behörden?

Unter dem Label der Hackergruppen Anonymous und KnightSec haben sich die Aktivisten in die Debatte eingeschaltet. Die mutmasslichen Hacker fordern in ihrer Kampagne, dass weitere möglicherweise in den Fall verwickelte Menschen angeklagt werden, was angeblich durch die Behörden bislang verhindert wird.

Ausserdem behaupten sie, das Footballteam der örtlichen High School kontrolliere die Politik der Stadt. Doch auch für die Angeklagten ergreifen manche im Internet Partei und stellen die Aussagen des mutmasslichen Vergewaltigungsopfers infrage.

Gerüchte eindämmen

Mit der neuen Website wollen die Behörden Gerüchte eindämmen und auf die Tatsachen hinweisen. Der Tathergang wird chronologisch dargelegt, Gesetze mit Bezug zu Sexualdelikten werden zusammengefasst. Die Seite sei hingegen keine Handlungsanleitung für das Jugendgericht, erklärt die Stadtdirektorin Cathy Davison.

dapd/rek

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