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«Guttenplag» – Plagiate auf 271 Seiten

Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg soll bei seiner Doktorarbeit viel mehr abgeschrieben haben als bislang bekannt.

Muss sich erklären: Deutschlands Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
Muss sich erklären: Deutschlands Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
Keystone

Die Internetseite «Guttenplag-Wiki» legte am Montag einen Zwischenbericht vor, wonach auf 271 Seiten oder fast 70 Prozent der Dissertation mögliche Plagiate zu finden sind.

Eine Auswertung der bereits analysierten Fragmente zeigt den Angaben zufolge, dass 1.115 Zeilen oder 27 Seiten reiner Text «Komplettplagiate aus anderen Quellen» seien. Weitere 1.437 Zeilen oder 35 Seiten reiner Text könnten «verschleierte Plagiate» sein, die nach Angaben der Autoren «keinesfalls durch vergessene Anführungszeichen entstanden» seien.

Auch bei «Foreign Policy» abgekupfert

Hinzu kämen 410 Zeilen sogenannter Übersetzungsplagiate. Insbesondere soll es sich dabei um einen Abschnitt über mehr als sechs Seiten (362-363, 363-364 und weitere) handeln, «der Satz für Satz aus einem Artikel in 'Foreign Policy' übersetzt wurde».

Auf der Internet-Website «Guttenplag-Wiki» sammeln Kritiker Plagiats-Funde und diskutieren ihre Stichhaltigkeit.

dapd

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