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«Facebook ist jetzt ein mobiles Unternehmen»

Erstmals seit seiner Gründung nutzen mehr Menschen das soziale Netzwerk Facebook unterwegs auf ihrem Smartphone oder Tablet als zu Hause am Computer.

Zeigt, wo er hin will: Mark Zuckerberg. (15.Januar 2013)
Zeigt, wo er hin will: Mark Zuckerberg. (15.Januar 2013)
Jeff Chiu, Keystone

680 Millionen Menschen auf der Welt nutzen Facebook schon unterwegs, 618 Millionen vom Computer daheim. Eine Schnittmenge nutzt beide Geräte; aber 157 Millionen Nutzer gehen nur noch per Smartphone oder Tablet auf Facebook. Insgesamt hat das soziale Netzwerk weltweit 1,06 Milliarden Nutzer, wie Zuckerberg erklärte - und mehr als 600 Millionen von ihnen sind täglich dort unterwegs.

«Es ist unbestreitbar, Facebook ist jetzt ein mobiles Unternehmen», sagte Gründer Mark Zuckerberg am Mittwoch bei der Vorstellung der Quartalszahlen.

Aktionäre nicht überzeugt

Facebook reagiert auf die zunehmend mobile Nutzung, indem das Unternehmen Werbeanzeigen extra für die kleineren Bildschirme von Smartphones und Tablets anbietet. 23 Prozent der Werbeeinnahmen stammten mittlerweile aus der mobilen Nutzung, erklärte das Unternehmen - in Zahlen: 305 Millionen Dollar. Im dritten Quartal hatten sich diese Einnahmen erst auf rund 150 Millionen Dollar belaufen.

Die mobile Nutzung von Facebook auch zu Geld zu machen, hatten Kritiker dem sozialen Netzwerk nicht zugetraut. Auch deshalb war der Kurs der Aktie nach dem Börsengang Mitte Mai stark gefallen. Die sich abzeichnende Trendwende konnte die Aktionäre aber nicht überzeugen: Im nachbörslichen Handel gab die Aktie bis zu zehn Prozent nach, erholte sich dann aber und notierte dann rund vier Prozent im Minus bei 29,98 Dollar. Bei der Ausgabe der Aktien im Mai hatten die Käufer noch 38 Dollar zahlen müssen.

Teurer Börsengang

Umsatz und Gewinn im Jahr 2012 übertrafen zwar die Erwartung der Analysten - aber angesichts blendender Ergebnisse anderer Internetfirmen wie Google offenbar nicht genug. Der Umsatz stieg um 37 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn dagegen schmolz auf 53 Millionen Dollar zusammen; im Vorjahr hatte Facebook noch eine Milliarde Dollar verdient.

Grund für den Rückgang sind laut Unternehmen vor allem Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang, die Facebook auf über eine Milliarde Dollar beziffert; dazu kamen Investitionen in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar.

Zusammenarbeit mit Microsoft

Zuckerberg hatte vor zwei Wochen erst die neue Suchfunktion Graph Search vorgestellt, mit der Nutzer in ihrem digitalen Freundeskreis nach Antworten auf ihre Fragen stöbern können. Facebook baut ausserdem seine Zusammenarbeit mit der Microsoft-Suchmaschine Bing aus. Ein eigenes Smartphone dagegen werde Facebook nicht anbieten, sagte der Gründer des Netzwerks.

AFP/rek

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