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«Dann wäre die Cloud am Ende»

Thomas Hoeren hat diverse Filesharing-Urteile gefällt. Für Rapidshare besteht ein «grosses Risiko», geschlossen zu werden, sagt der Rechtsprofessor. Der Feldzug der US-Justiz gegen Megaupload könnte für alle Speicherdienste gefährlich werden.

Profitiert bislang vom liberalen Schweizer Urheberrecht: Die Schweizer Filesharing-Plattform Rapidshare.
Profitiert bislang vom liberalen Schweizer Urheberrecht: Die Schweizer Filesharing-Plattform Rapidshare.
Rapidshare.com
Bei der inzwischen abgeschalteten Plattform Megaupload.com konnten Nutzer Dateien wie Filme oder Musik auf einen Server hochladen, wo sie von anderen Nutzern wieder heruntergeladen werden konnten. Die USA werfen dem Anbieter Verstösse gegen Gesetze zum Schutz des Urheberrechts vor.
Bei der inzwischen abgeschalteten Plattform Megaupload.com konnten Nutzer Dateien wie Filme oder Musik auf einen Server hochladen, wo sie von anderen Nutzern wieder heruntergeladen werden konnten. Die USA werfen dem Anbieter Verstösse gegen Gesetze zum Schutz des Urheberrechts vor.
Keystone
Kein Witz: In Schweden (im Bild eine Demo in Stockholm) ist Filesharing als Religion anerkannt.
Kein Witz: In Schweden (im Bild eine Demo in Stockholm) ist Filesharing als Religion anerkannt.
AFP
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Thomas Hören, Megaupload ist wohl am Ende. Droht dem Schweizer Unternehmen Rapidshare das gleiche Schicksal? Es besteht tatsächlich ein grosses Risiko für Rapidshare – technisch unterscheiden sich die Dienste ja nicht gross. Derzeit wird wegen dieser Firma in Deutschland ein regelrechter Krieg der Gerichte ausgetragen. Einem Urteil des Oberlandgerichts (OLG) Hamburg zufolge gehört das Rapidshare-Geschäftsmodell verboten, da es einzig der Onlinepiraterie diene. Das OLG Düsseldorf sieht das ganz anders: Von ihm liegen drei Urteile vor, wonach Sharehosting schon seit langem im Internet betrieben werde, für das OLG Düsseldorf ist es legal, Daten auszutauschen. Grossunternehmen wie Amazon oder Apple arbeiten ja auch so – Filesharing muss also nicht per se verboten sein.

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