Zum Hauptinhalt springen

Dänemark ist Online-Weltmeister

In Dänemark nutzen die Bürger das Internet und Handys stärker als in jedem anderen Land. Die Schweiz liegt auf Platz 13 – erhält in einem Bereich jedoch Bestnoten.

Platz zwei und drei belegen Südkorea und Schweden: Kabel an einem Computer.
Platz zwei und drei belegen Südkorea und Schweden: Kabel an einem Computer.
Keystone

Die Schweiz schneidet in einem internationalen Vergleich über die Informationstechnologie- und Telekomdienste auf Rang 13 ab. An der Spitze des von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) erstellten Klassements liegt Dänemark vor Südkorea und Schweden.

Weitere Spitzenplätze belegen Island, Grossbritannien, Norwegen und die Niederlande. Die Schweiz liegt vor den USA (14.), Deutschland (17.) und Frankreich (18.). Ihr Rang hat sich gegenüber der letztjährigen Studie nicht verändert.

Während der Zugang zu IT- und Telekomdiensten Bestnoten (Rang 2) erhält, liegt die Schweiz beim Teilindex über die Kompetenzen nur an 47. Stelle, wie dem am Montag in Genf publizierten ITU-Bericht zu entnehmen ist.

3 Milliarden Menschen surfen im Netz

Insgesamt surfen inzwischen weltweit über 3 Milliarden Menschen im Internet, nach 2,7 Milliarden vor einem Jahr. Die Nutzung nahm 2014 um 6,6 Prozent zu, wobei die Entwicklungsländer mit einem Plus von 8,7 Prozent überdurchschnittlich zulegten.

Ende Jahr werden laut der Studie 44 Prozent der weltweiten Haushalte Anschluss ans Internet haben. Vor vier Jahren waren es erst 30 Prozent gewesen. Die Zahl der Internetnutzer in den Entwicklungsländern verdoppelte sich seit 2009. Von den verbliebenen 4,3 Milliarden Menschen, welche das Internet noch nicht nutzen, leben allerdings 90 Prozent in Entwicklungsländern.

Die Zahl der Mobilfunkabos dürfte laut der Studie Ende Jahr die Marke von 7 Milliarden erreichen. Dies bedeutet aber nicht, dass alle Menschen über ein Mobiltelefon verfügen, da verschiedene Nutzer mehrere Abonnemente abgeschlossen haben. Rund 450 Millionen Menschen dürften in Gebieten wohnen, wo es kein Mobilfunknetz gibt.

Preisdruck

Weiter gesunken ist der Preis für Breitband-Internet via Festnetz. Innerhalb von fünf Jahren wurde es weltweit im Schnitt um 70 Prozent billiger. Gemessen am Pro-Kopf-Einkommen ist der Preis in der Schweiz mit Ausnahme von Grossbritannien am tiefsten. Beim Mobilfunk sind nur sechs Länder billiger.

Weltweit stagnieren die Einnahmen der Telekomanbieter. Sie erreichen 2,7 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung, also 1881 Milliarden Dollar.

Die Zunahme der Internetnutzer geht einher mit einer starken Ausweitung der Onlineinhalte. Dazu tragen die sozialen Netzwerke und Videoplattformen erheblich bei, wie die ITU weiter mitteilte. So würden beispielsweise pro Minute über 100 Stunden Videomaterial auf Youtube hochgeladen.

SDA/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch