«Wenn nicht in den USA, dann in Europa»

«Google ist einfach extrem dominant»: Der Suchmaschinenkonzern muss nach Ansicht des Cablecom-Besitzers Liberty Global staatlich überwacht werden.

«Ich würde es angemessen und an der Zeit finden, dass der Regulierer hier eingreift»: John Malone kritisiert Google heftig.

«Ich würde es angemessen und an der Zeit finden, dass der Regulierer hier eingreift»: John Malone kritisiert Google heftig.

(Bild: Keystone)

Der Suchmaschinenkonzern Google muss nach Ansicht des US-Medienunternehmers John Malone staatlich überwacht werden: «Google ist einfach extrem dominant. Deshalb würde ich es angemessen und an der Zeit finden, dass der Regulierer hier eingreift.»

Dies sagte der Verwaltungsratspräsident und Grossaktionär des Medien- und Kabelnetzkonzerns Liberty Global dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Zu Liberty Global gehört auch der grösste Schweizer Kabelnetzbetreiber UPC Cablecom. Er sei sicher, dass dieser Schritt kommen werde, «wenn nicht in den USA, dann in Europa», sagte Malone.

Beschwerde eingelegt

Es sei enorm wichtig, «dass Google uns immer noch findet – und nicht nur sein eigenes Angebot in diesem Geschäftsfeld – und dass sie uns trotzdem noch prominent platzieren», sagte Malone. Über eines seiner Unternehmen ist Malone unter anderem an Internet- Reiseanbietern wie Tripadvisor oder Expedia beteiligt.

Beide Firmen haben Beschwerde gegen Googles Geschäftspraktiken eingelegt. Derzeit prüft die US-Handelsbehörde FTC Kartellbeschwerden gegen Google, die EU-Kommission hat bereits ein Verfahren eingeleitet.

rek/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt