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World Wide Web Foundation fordert Reaktion auf neues Snowden-Leak

Nach der jüngsten Enthüllung über Aktionen amerikanischer und britischer Geheimdienste werden Rufe nach neuen Datenschutzmassnahmen privater Mobilfunkkommunikation laut.

Opfer des mutmasslichen Datendiebstahls durch US- und britische Geheimdienste: Hauptquartier des Simkartenherstellers Gemalto in Amsterdam.
Opfer des mutmasslichen Datendiebstahls durch US- und britische Geheimdienste: Hauptquartier des Simkartenherstellers Gemalto in Amsterdam.
Peter Dejong, Keystone

Die World Wide Web Foundation erklärte am Freitag, der berichtete Diebstahl von Verschlüsselungscodes bei einem führenden SIM-Kartenhersteller seien ein weiteres «besorgniserregendes Zeichen» dafür, dass NSA und GCHQ sich über dem Gesetz stehend sähen. Der Schutz privater Telefonate und Online-Kommunikation müsse gestärkt werden. Geschäftsführerin Anne Jellema sagte, die Geheimdienste und die sie überwachenden Politiker müssten «vollständig und aufrichtig die Gründe für das Hacking einer privaten Firma offenlegen».

Die World Wide Web Foundation ist eine vom Web-Erfinder Tim Berners-Lee gegründete Stiftung, die das Web als globales öffentliches Gut und Grundrecht erhalten will. Die am Freitag von der Webseite «The Intercept» veröffentlichten Details über einen Hacker-Einbruch von NSA und GCHQ beim SIM-Kartenhersteller Gemalto beruhen auf Dokumenten des NSA-Whistleblowers Edward Snowden.

Der GCHQ erklärte in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AP, er äussere sich grundsätzlich nicht zu Geheimdienstangelegenheiten. Seine Arbeit sei aber legal und sein «Abfang-Regime» halte sich vollständig an die Europäische Menschenrechtskonvention.

SDA/jro

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