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Kommentar zum Fall LonzaDiesem Amt ist das Klima egal

Das Bundesamt für Umwelt hat im Fall Lonza praktisch alles falsch gemacht. Die Folgen sind fatal – auch für die Klimapolitik der Schweiz.

Das Lonza-Gelände in Visp. Das Gebäude mit dem Scheddach (Bildmitte) ist das Werk D29, das Lachgas ausstösst.
Das Lonza-Gelände in Visp. Das Gebäude mit dem Scheddach (Bildmitte) ist das Werk D29, das Lachgas ausstösst.
Foto: Fabian Hugo

Jahrzehntelang übersieht Lonza, dass in der Niacin-Fabrik in Visp Tausende Tonnen von extrem klimaschädlichem Lachgas entweichen. Nach langem Hin und Her baut der Konzern nun einen Katalysator für 12 Millionen Franken ein und erhält dafür vom Bund Emissionszertifikate im Wert von bis zu 35 Millionen Franken. Auch nach allen Kosten, die mit der Sanierung der Lachgasfabrik zusammenhängen, winkt Lonza unter dem Strich ein Profit in Millionenhöhe.

Soll man sich darüber ärgern? Ja. Ist es denn nicht gerade das Ziel des Emissionshandelssystems, dass sich Klimainvestitionen für die Industrie lohnen? Doch. Ebenso wichtig ist aber, dass das System die verfügbaren Mittel so verteilt, dass sie die maximale Klimawirkung entfalten. Das ist dann nicht der Fall, wenn Klimamillionen als Gewinn in den Kassen der Industrie landen.

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